Vernünftige Autofahrer wissen selbst, Alkohol und Auto fahren vertragen sich nicht. Zu viele Unfälle passieren unter Alkoholeinfluss. Erst recht sollte diese Gefahr jedem bewusst sein, der beruflich mit Waffen hantiert. Und doch passieren immer wieder Unfälle, in die alkoholisierte Jäger verwickelt sind!

Im Oktober 2019 wurde ein Jäger von einem alkoholisierten Kollegen, bei einer Treibjagd in Hofkirchen (Steiermark), schwer verletzt. 2 Kugeln prallten ab und trafen den 48jährigen in Hals und Schulter.

Leider nicht der einzige Vorfall in den letzten Jahren und Monaten. Immer wieder passieren Unfälle mit Waffen unter Alkoholeinfluss.

Weitere Fälle

In Sachsen-Anhalt (Deutschland) schauten Polizisten bei einer Verkehrskontrolle im März 2019, nicht schlecht. Ein Autofahrer, der durch seine unsichere Fahrweise auffiel, war nicht nur betrunken, sondern hatte auch noch einen geladenen Revolver am Gürtel. Der Mann kam laut eigener Aussage gerade von einer Jagd…

Im Juni 2019 wurden auf einem Restaurant-Parkplatz in Altlengbach (Niederösterreich) 2 Fahrzeuge von Kugeln getroffen. Schuld war ein betrunkener Jäger, der eigentlich ein Wildschwein treffen wollte. Es folgte eine Anzeige auf freiem Fuß, ob der Mann seine Jagderlaubnis behalten darf, ist unklar.

Mit 1,6 Promille (!) Auto fahren ist an sich schon dumm genug. Aus einer Bierflasche trinkend an einem Polizeiauto vorbei fahren ist noch dümmer. Auch noch ein Gewehr dabei zu haben weil man auf dem Weg ins Jagdrevier ist… ach lassen wir das. So geschehen im August 2019 in Neddemin (Deutschland).

Und das sind alles noch eher harmlose Fälle! Denn immer wieder gibt es leider auch Tote und Verletzte! Hunde werden mit Füchsen verwechselt, Ponys mit Wildschweinen und so mancher Querschläger richtete schon Sachschaden an.

Alkoholverbot nutzlos?

Ein striktes Alkoholverbot, nicht nur bei der Jagd sondern generell beim Umgang mit Waffen, wäre nur logisch. Dagegen würde sich wohl kaum jemand aussprechen, würde es doch die Sicherheit erhöhen. Weit gefehlt…

Der steirische Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof ist laut “ Krone-Interview “ einerseits der Meinung, dass sich Alkohol und Jagd nicht vertragen. Andererseits sagt er jedoch auch, ein Verbot würde nichts bringen, weil ja auch Autofahrer trotz Verbot alkoholisiert fahren würden.

Uns würde ja schon interessieren, wie man auf die Idee kommt, etwas nicht verbieten zu wollen, weil sich manche nicht daran halten würden. Vielleicht sollte man dem Gesetzgeber vorschlagen, Mord nicht mehr zu verbieten, manche halten sich ja sowieso nicht daran…

Nicht nur Jäger betroffen

Jeder der mit einer Waffe oder einem gefährlichen Sportgerät wie z.B. Bögen und Armbrüsten hantiert, muss sich über die davon ausgehende Gefahr bewusst sein!

Wie erst vor wenigen Stunden wieder berichtet, gehen aber natürlich nicht nur Jäger fahrlässig mit Alkohol um! Eine ebenfalls sehr große und leider auch viel häufigere Gefahr geht von alkoholisierten Fahrzeuglenkern aus.

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