Die Daten-Sammelwut vieler Apps ist ungebrochen. Vor allem den Standort wollen zahlreiche Programme wissen. Auch solche, die keinerlei Grund haben, die Position abzufragen.

Wenn Sie nun denken „mir doch egal, sollen die halt wissen wo ich gerade bin“ sollten Sie trotzdem weiterlesen. Sie werden sich vielleicht wundern, was die App-Anbieter mit den Daten anstellen.

Nach wie vor werden Daten gesammelt um sie zu Geld zu machen. Das ist aber nur ein Zweck von vielen.

Ein häufiger Grund ist, Werbung gezielter anzeigen zu können. Befindet man sich gerade in Wien, bringt es nur wenig, ein Geschäft oder Museum in Berlin vorzuschlagen. Um Werbekosten zu reduzieren und den Erfolg von Kampagnen zu erhöhen, ist dein Standort ein wertvolles Hilfsmittel.

Standortdaten werden auch dazu genutzt, Funktionen der Software zu beschränken bzw. freizuschalten. Bei Drohnen-Steuerapps kann das z.B. dazu führen, dass man in einem bestimmten Land eine vorgegebene, maximale Flughöhe hat. Oder bestimmte Bereiche nicht angeflogen werden können.

Teilweise werden aus den GPS Daten auch Benutzerstatistiken erstellt. So kann der Entwickler feststellen, in welchem Land, Bundesland oder welcher Stadt, seine App genutzt wird.

Leider wird man als Nutzer oft im unklaren gelassen, wozu Daten gesammelt und wie diese genutzt werden. Ein gutes Beispiel ist hier eine App die man benötigt, um einen Smartphone-Gimbal von Rollei zu steuern. Selbst auf mehrmalige Nachfrage beim Kundenservice, erhielten wir nur die Auskunft, dass die Standortabfrage nötig wäre, um die App (und somit das Gerät!) nutzen zu können.

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