Im Zuge eines laufenden Ermittlungsverfahrens wurde das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Wien (LVT) auf einen 46-jähriger ungarischer Staatsangehöriger aufmerksam.

Gestern, gegen 07:45 Uhr, erfolgte über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien und gerichtlicher Bewilligung eine Hausdurchsuchung an der Wohnadresse des 46-Jährigen. Der Mann verhielt sich kooperativ und wies die Ermittler auf einen Kasten im Schlafzimmer hin, wo er lt. eigenen Angaben seine „Sammlung“ bzw. „Requisiten“ aufbewahre. In diesem fanden die Beamten eine Handgranate sowie zwei weitere Stielhandgranaten, diverse Dolche und weitere Ausrüstungsgegenstände.

Der Mann versicherte, dass die Granaten entschärfte Attrappen seien. Dies wurde von einem sprengstoffkundigen Organ bestätigt. Zu diesen Gegenständen gab der 46-Jährige an, dass er diese entweder auf Flohmärkten oder im Fachhandel für Replikate gekauft bzw. selbst mittels Metalldetektor gesucht habe. Einen Teil dieser Gegenstände würde er für eine Statistenrolle als Requisiten benötigen.

Weiters stellten die Beamten einen Nachbau einer Maschinenpistole MP 40 samt Munition sicher, welche sich in einer Holzkiste mit Reichsadler und Hakenkreuz befand. Eine größere Anzahl an NS Devotionalien wurden ebenfalls in diesem Kasten vorgefunden und sichergestellt. Der Mann wurde nach dem Verbotsgesetz angezeigt, weitere Ermittlungen sind im Gange.

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