Wer in Österreich in Besitz eines Waffenpasses oder einer Waffenbesitzkarte (WBK) ist, bekommt alle 5 Jahre Besuch von der Polizei. Denn dann steht die vorgeschriebene Waffenkontrolle an.

Doch kaum jemand weiß, wie diese Kontrolle abläuft und was zu beachten ist.

Ablauf

Die ausstellende Behörde des Waffendokuments (z.B. Bezirkshauptmannschaft) veranlasst die Kontrolle. Ausgeführt wird diese von der zuständigen Polizei am Verwahrungsort. In den meisten Fällen wird dies der eigene Wohnort sein.
Es ist jedoch auch möglich, der Behörde einen anderen Ort bekannt zu geben, an dem die Waffe verwahrt wird. Dies könnte z.B. ein Schützenverein oder das eigene Geschäftslokal sein.

Im Grunde ist die Kontrolle, für jeden der sich an die geltenden Vorschriften hält, keine große Sache.
Erstmals nach ca. 5 Jahren, gerechnet ab dem Tag der Ausstellung des Waffendokuments, bekommt man unangemeldeten Polizeibesuch. Die Polizisten prüfen 3 Dinge:

  • Wird die Waffe sicher verwahrt?
  • Stimmt die registrierte Seriennummer überein?
  • Ist der Waffenführerschein innerhalb der letzten 6 Monate erneuert worden?

Die Kontrolle dauert im Normalfall nur wenige Minuten. Wer seine Waffe(n) korrekt in einem Waffenschrank aufbewahrt, muss sich absolut keine Sorgen machen.

Am Ende wird noch ein Formular unterschrieben und damit ist die Sache auch schon erledigt. Sollte der Waffenführerschein abgelaufen sein, muss dieser verlängert und danach der Behörde vorgelegt werden. Konsequenzen entstehen dadurch keine! Viele Waffenhändler raten sogar dazu, den Waffenführerschein erst auf Verlangen zu erneuern. Denn die Verlängerung alle 6 Monate kostet je nach Händler 15-25 Euro.

Hatte alles seine Ordnung und gibt man den Behörden sonst keinen Grund für eine vorzeitige Kontrolle, findet die nächste Kontrolle wiederum in etwa 5 Jahren statt.

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