Eine 35-Jährige und ihr 37-jähriger Partner aus der Tschechischen Republik reisten am 12. Juni 2021 um 7 Uhr mit ihrem Wolfshund nach Hallstatt, um dort ein Wochenende zu verbringen und zu wandern. Gegen 12 Uhr erreichten sie die Kesselgründe zwischen Hallstatt und Obertraun, wo sie ihr Auto parkten und zur Hirschaualm aufstiegen.

Geplant war nach dem Aufstieg zur Hirschaualm nach Hallstatt zum sogenannten „Goassabankerl“ zu wandern und dann wieder zurück zum Auto zu gehen. Diese Wanderung ist in etwa 2,5 Stunden zu bewältigen.

Aus unbekannten Gründen kam das Gespann am späten Nachmittag vom Weg ab und geriet nach und nach in immer steileres und wegloses Gelände im Bereich des „Hirlatz“. Kurz vor 18 Uhr verlor der Mann im steilen Wald zu allem Überfluss auch noch seinen Rucksack mit seinem Hab und Gut. Entnervt, entkräftet und auf Grund der Aussichts- und Orientierungslosigkeit setzte die 35-Jährige dann einen Notruf ab.

Zwei Alpinpolizisten und zehn Bergretter stiegen zu den beiden auf. Mit lauten Zurufen konnten sie diese kurz vor 19 Uhr finden. An einen gemeinsamen und gesicherten Abstieg aus dem felsdurchsetzten Gelände war aber nicht zu denken. Wie sich leider erst vor Ort herausstellte, war neben den zwei Personen auch noch deren Hund zu retten. Dieser war derart aggressiv, dass ein Abstieg nicht möglich war. Auch beruhigendes Einreden der Hundebesitzer half nichts. Deswegen musste die Flugpolizei zur Rettung angefordert werden.

Die Besatzung des Polizeihubschrauber brachte am Tau den zwingend erforderlichen Beißkorb und ein Hundetragetuch mit, welches mit enormer Kraftanstrengung schlussendlich auch angelegt werden konnte. Das Pärchen und der immer noch aggressiv zappelnde Hund wurden mit einem 30 Meter langen Tau ins Tal geflogen. Die Helfer stiegen zu Fuß ab und fanden dabei den Rucksack des Mannes unter einer Felsstufe im weglosen Gelände, welchen sie dem unverletzten Paar im Tal übergaben.