Elektroautos sind für viele die große Zukunft wenn es um individuelle Mobilität geht. Sauber, leise und mittlerweile für viele auch leistbar, sind sie bereits. Bald soll man auch mehr Transporter und große LKW mit Elektroantrieb auf den Straßen sehen. Damit wird die Sache auch für Unternehmen.
Das klingt alles recht toll, überzeugt uns aber nicht restlos.

Elektroautos haben Vorteile, keine Frage. Das wissen wir als ehemalige Fahrer eines Nissan E-NV 200 recht gut. Noch besser sind uns aber die negativen Erfahrungen in Erinnerung geblieben. Trotz allem war es keine einfache Entscheidung, wieder auf einen Verbrenner zu setzen. Im Endeffekt war es jedoch leider notwendig. Für uns soll es aber kein Abschied auf Dauer sein! Früher oder später werden Elektroautos hoffentlich so ausgereift sein, dass sie für uns wieder interessant sein werden.

Keine Sorge, Fahrzeuge mit Elektroantrieb werden unser Stromnetz nicht zusammenbrechen lassen. Das haben wir bereits an anderer Stelle abgeklärt.

Foto: MSK News

Es muss sich etwas ändern

So wie wir alle mit den Ressourcen unserer Erde umgehen, kann es nicht weitergehen. Einerseits beuten wir alle Bodenschätze aus, andererseits verpesten wir unsere Umwelt mit Abgasen und Giftmüll. Nein, dass ist keine Hassrede gegen die bösen Verbrennungsmotoren, auch das Material für Akkus ist nicht wirklich umweltfreundlich. Der Strom aus der Steckdose muss da auch erst einmal hin, ein E-Auto mit von Kohlekraftwerken produziertem Strom zu laden, hilft der Umwelt kein bisschen.

Unserer Meinung nach müssen sich daher gleich mehrere Dinge ändern! Das bringt uns zu unserer Vision.

Unsere Vision

Leistbare, saubere Fahrzeuge
Strenge Grenzwerte bringen nicht viel, wenn sich die ach so sauberen Fahrzeuge niemand leisten kann. Uns schweben da Elektrofahrzeuge mit Feststoffbatterien vor. Effektive Reichweite: mind. 500km. Vom Kleinwagen über Pickups bis hin zu Kleintransportern, damit jeder Käufer angesprochen wird. Das ganze zu einem Preis der sich auf dem Niveau der Verbrenner bewegt.

Laden mit erneuerbare Energien
Schnelles und umweltfreundliches Aufladen ist neben der Reichweite die wichtigste Anforderung an ein E-Auto. Herkömmliche Tankstellen müssten daher dringend mit Ladesäulen nachgerüstet werden. Insbesondere öffentliche Parkplätze und Parkhäuser, also Orte an denen viele Autos parken, sollten entsprechend ausgestattet sein.

Um einerseits wirklich umweltfreundlich zu sein und andererseits das Stromnetz zu entlasten, sollten möglichst viele Ladestellen mit Stromspeichern bestückt sein. Diese könnten über Solar- und Windkraftanlagen aufgeladen bzw. zumindest unterstützt werden.

Das oft vorgebrachte Argument, Solarstrom wäre schlecht, denn man würde die Natur mit Solarparks zupflastern ist übrigens unbegründet. Es gibt unzählige ungenutzte Fassaden, Dachflächen und Lärmschutzwände.

Standards
Ein undurchsichtiger Dschungel aus Anbietern, Steckertypen und Tarifen schreckt viele Nutzer ab. Hier müssten dringend Standards geschaffen und ein unkompliziertes Abrechnungssystem geschaffen werden.
1 Kabel bzw. Stecker der bei allen Fahrzeugen passt, dazu eine automatische Kommunikation von Auto und Ladesäule, damit jedes Fahrzeug mit der optimalen Leistung geladen wird.

Eine einheitliche Abrechnungsmethode, am besten die getankte Energiemenge, sowie eine einfache Bezahlung per Bankomatkarte. So einfach stellen wir uns das vor! Und so einfach wäre es auch, immerhin klappt das bei den herkömmlichen Tankstellen ja auch seit vielen Jahren!

Hier und jetzt

Ein Teil unserer Vision ist bereits Realität. Der Nissan Leaf ist z.B. bereits ab einem Listenpreis von unter 30.000 Euro zu bekommen. E-Kleinwagen bekommt man ab etwa 25.000 Euro. Das ist immer noch nicht günstig, aber es gibt immer wieder Förderungen und Aktionen. Und die Preise für Elektrofahrzeuge sinken kontinuierlich. Die ersten Hersteller setzen auch bereits auf Feststoffbatterien.
Doch Transporter sind nur wenige am Markt und die sind auch noch heftig teuer. Pickups sucht man noch vergeblich, hier werden wir wohl auf den Tesla Cybertruck warten müssen, so fern er überhaupt eine Zulassung erhält!

Es sollen demnächst Fahrzeuge auf den Markt kommen, die einen Teil der benötigten Energie über Solarpanele selbst erzeugen. Hier sind vor allem der Sion von Sono Motors zu nennen oder das Kleinfahrzeug Aptera. Wie alltagstauglich das ist, wird sich erst noch herausstellen.

Bild: Sono Motors GmbH

Um E-Fahrzeuge ausschließlich, oder zumindest überwiegend, mit Solarstrom zu betreiben, reicht die selbst gewinnbare Energie nicht aus. Auch müsste man überwiegend unter freiem Himmel parken.
Doch Solarzellen werden immer leistungsfähiger und Fahrzeuge sparsamer. Der Weg stimmt also.

Insgesamt gesehen ist der Weg der vor uns liegt aber noch recht lange. Auch weil im Hintergrund Lobbyarbeit gegen die E-Mobilität betrieben wird.

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