Am Abend des 29. August ereignete sich aus noch unbekannter Ursache in einem Einfamilienhaus in Maishofen eine Auseinandersetzung zwischen einem 81-jährigen Pinzgauer, seiner 71-jährigen Gattin und dem 51-jährigen Sohn.

Im Verlauf dieser Auseinandersetzung kam die 71-Jährige durch unbekannte Ursache zu Tode, der 51-jährige wurde durch Schussverletzungen unbestimmten Grades verletzt und kam nach seiner Erstversorgung in das Universitätsklinikum Salzburg. Der 81-Jährige verstarb aus noch unbekannter Ursache am Weg ins Tauernklinikum.

Die Tatortarbeit sowie die Ermittlungen zu Tatursache und -hergang durch das Landeskriminalamt Salzburg laufen derzeit. Die Obduktionen der beiden Verstorbenen sind von der Staatsanwaltschaft Salzburg angeordnet und für den heutigen Tag angesetzt.

Aufgrund noch ausständiger Ermittlungsergebnisse und aus kriminaltaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Auskünfte gegeben werden. Sobald weitere Erkenntnisse zum gegenständlichen Fall vorliegen, erfolgt ein ergänzender Bericht.

Nachtrag

Nachdem sich am Abend des 29. August in einem Einfamilienhaus in Maishofen eine Auseinandersetzung zwischen einem 81-jährigen Pinzgauer, seiner 71-jährigen Gattin und dem 51-jährigen Sohn ereignete, liegen nunmehr die Ergebnisse der Tatortarbeit, die Obduktionsergebnisse der beiden Verstorbenen und das Protokoll der Einvernahme des 51-Jährigen vor.

Wie die Obduktionen im Gerichtsmedizinischen Institut in Salzburg ergaben, erlag die 71-Jährige einem Schuss in den Hinterkopf und den daraus resultierenden Folgen. Der 81-Jährige verstarb an inneren Verletzungen, die er vermutlich im Zuge des Tatgeschehens erlitt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der 81-jährige Pinzgauer am 29. August gegen 18:45 Uhr, seine 71-jährigen Ex-Frau im Zuge eines Streites durch einen Kopfschuss, mit einer auf ihn registrierten kleinkalibrigen Faustfeuerwaffe, von hinten getötet hat. Unmittelbar darauf versuchte er, seinen 51-jährigen Sohn durch einen Schuss ins Gesicht zu töten.

Folglich kam es zwischen dem 81-Jährigen und seinem 51-jährigen Sohn zu einem Handgemenge und einem längeren Kampf um die Waffe, wobei der 51-Jährige seinen Vater durch Körperkraft am Boden fixierte. Zudem gelang es ihm, seinem Vater die Waffe abzunehmen und den Polizeinotruf zu verständigen. Die beim 81-Jährigen festgestellten Verletzungen dürften beim Kampf und dem Fixieren am Boden entstanden sein.

Aufgrund der Ermittlungsergebnisse sowie der Vernehmung des 51-jährigen Sohnes lässt sich der Verdacht des Mordes gegen diesen nicht begründen, jedoch wird sein Handeln in einer Notwehr- bzw. Nothilfesituation strafrechtlich geprüft. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg wurde die vorläufige Festnahme des 51-Jährigen aufgehoben. Die beiden Leichen wurden zur Beerdigung freigegeben. Die noch notwendigen Ermittlungen des Landeskriminalamtes Salzburg laufen.