März 2020: Die Wahnsinnstat ist irgendwie kaum zu fassen und doch erzeugt sie lange nicht mehr die Reaktionen, die sie noch vor wenigen Jahren ausgelöst hätte. Ein Mann erschießt an 2 Orten in Hanau (Deutschland) insgesamt 10 Personen und tötet sich danach selbst. Der Grund dürfte Fremdenfeindlichkeit gewesen sein. Und schon kurz darauf entsteht wieder die übliche Diskussion…

Medien, Behörden und auch die Nutzer von Foren und sozialen Medien, jeder ordnet die Morde auf seine Art ein.

Für Rechtsextreme und rechts angesiedelte Parteien ist die Sache eindeutig. Der Täter ist ein irrer Einzeltäter aber auf keinen Fall ein „Rechter“. Die linke Seite sieht das naturgemäß ganz anders. Die Rechtsparteien und deren Rhetorik sind Schuld an der Tat, daran gäbe es keine Zweifel.

Ist tatsächlich die Rhetorik einiger Parteien und deren Politiker schuld? Oder sind es einfach kranke Täter die sowieso irgend wann durchdrehen würden?

Was war es nun eigentlich? Terrorismus, Rassismus, ein Anschlag, die Tat eines Irren? Und ist das überhaupt wichtig? 11 Menschen sind gestorben, 10 davon durch einen skrupellosen Mörder, der richtete sich danach selbst.
Sollte die Frage nicht viel mehr lauten: Was stimmt mit unserer Gesellschaft nicht, dass so etwas überhaupt passiert? Was bringt einen Menschen dazu, andere eiskalt abzuknallen?

Nervöse Zuckungen

Aber nein, das wäre wohl zu sinnvoll und logisch. So funktioniert es einfach nicht.
Wie so häufig nach solchen Taten, kommen Politik und Medien mit den bereits gewohnten Reaktionen daher.

Herr und Frau Politiker stellen sich vor die Mikrofone und überlegen lautstark, was man nicht alles machen könnte um solche Taten zukünftig zu verhindern. An erster Stelle stehen mal wieder die Waffengesetze. Strengere Gesetze… ja klar, so einfach ist also die Lösung!
Nein, leider eben nicht! Verbote bringen gar nichts! Wie schon an anderer Stelle ausführlich erläutert, Mord und Raub sind bereits verboten. Falls es jemand noch nicht bemerkt haben sollte, sowohl Morde als auch Raubüberfälle geschehen trotzdem!

Natürlich kommen auch die üblichen Forderungen. Waffen und Munition sollten nicht mehr zu Hause gelagert werden dürfen, verlangen z.B. die Grünen.
Das die meisten Straftaten mit illegalen Waffen geschehen, wird natürlich nicht erwähnt. Dann könnte man sich ja nicht mehr so einfach profilieren.

Allerdings, manchmal kommen auch so einem Politiker gute Ideen aus. Eine psychologische Überprüfung von Waffenbesitzen, wie es sie in Österreich zumindest beim Erwerb einer WBK bereits gibt, wäre tatsächlich wünschenswert. Das hätte man schon lange umsetzen können, man hätte nicht erst auf eine weitere Wahnsinnstat warten müssen!

Natürlich haben auch die Medien etwas zu sagen. Neutral und sachlich über die Tat berichten scheint nicht auszureichen, man muss die Story noch interessanter gestalten. Was sind denn schon 11 Tote? …

Mit schlechtem Beispiel voran, geht in Österreich mal wieder die Kronen Zeitung.

Screenshot: Kronen Zeitung, 21.02.2020 / https://www.krone.at/2102379

Faktencheck

Die „Waffen für Spezialeinheiten“ waren normale Pistolen, wie sie in Österreich jeder Inhaber einer Waffenbesitzkarte kaufen kann. Die im Artikel genannte „hohe Schusskapazität“ von 15 Schuss wird hervorgehoben. Eine Glock 17 hat übrigens 17 Schuss Magazinkapazität und viele andere Waffen haben ähnliche Magazine.

Auch der restliche Artikel ist von geringem Wert und scheint von einem Journalisten geschrieben worden zu sein, der als Überschrift genauso gut „Waffen sind böse“ wählen hätte können.

November 2020

Man war gewarnt, hatte Zeit und Möglichkeiten es zu verhindern. Aber man unternahm nichts! Am 02. November erschoss ein Attentäter 4 Personen in Wien.
Terrorismus, Rassismus, ein Anschlag, die Tat eines Irren? Eine Tragödie!

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