Stummerberg

Ein 34-j. Tiroler und eine 28-j. Deutsche hielten sich am 31.01.2021 im Skigebiet „Zillertal Arena“ zum Ski- / Variantenfahren auf.

Gegen 13:20 Uhr verließen sie im Bereich des Übergangsjoches (2.507 m) der Zillertal Arena (Zell/Gerlos) den gesicherten Pistenbereich und stiegen/fuhren über den Grat entlang Richtung Rifflerkogel (2.494 m), wo sie dann mit ihren Skiern zur Kapaunsalm abfahren wollten. Als der Mann gegen 13:28 Uhr vom Grat aus in den ca. 30-45° steilen Westhang einfuhr, löste er eine Schneebrettlawine (Breite ca. 100 Meter, Länge ca. 300 Meter, Anrisshöhe bis zu 1 Meter) aus. Er wurde von der Lawine nicht erfasst und konnte im Anschluss auf dem Lawinenkegel abfahren.

Der Vorfall wurde umgehend von seiner Begleiterin telefonisch den Mitarbeitern des Skigebietes Zillertal Arena gemeldet. Die Frau kehrte daraufhin am Grat um und begab sich zurück auf die gesicherte Skipiste. Ein unbeteiligter Zeuge (21-j. Holländer), welcher den Lawinenabgang aus der Ferne beobachten konnte, setzte über die Leitstelle Tirol einen Notruf über den Lawinenabgang ab. Aufgrund der Angaben des Anzeigers konnte die genaue Einsatzörtlichkeit zunächst nicht genau eingegrenzt werden, wodurch von den Einsatzkräften von einem weiteren Lawinenabgang im Bereich „Krimmlexpress“ in der „Wilden Krimml“ ausgegangen wurde. Der Anzeiger hatte beim Notruf die Schilifte als Ortsangabe verwechselt, wodurch sich für die Einsatzkräfte zwei verschiedene Einsatzörtlichkeiten ergaben.

Die Suche nach dem zweiten angeblichen Lawinenkegel gestaltete sich aus der Luft aufgrund des Nebels am Einsatzort als schwierig. Als das Missverständnis bezüglich der Ortsangabe mit dem Anzeiger abgeklärt werden konnte, wurde der weitere Sucheinsatz storniert. Bei dem Vorfall wurden keine Personen verletzt. Im Einsatz standen: NAH Heli 4, Hubschrauber des BMI, 3 Lawinenhundeführer, 12 Mann der Bergrettung Zell am Ziller, 6 Mann der Bergrettung Gerlos und 2 Alpinpolizisten.

Skigebietes Fiss

Am 31.01.2021 um 15:02 Uhr kam es im freien Skiraum des Skigebietes Fiss – auf der Südseite – zu einem Lawinenabgang mit Personenbeteiligung.

Dabei fuhren zwei Snowboarder (ein 37-j. Slowene und ein 34-j. Ungar) im freien Skiraum talwärts. Der Slowene löste im ca. 40° steilen Gelände eine Schneebrettlawine aus und wurde von den abgleitenden Schneemassen mitgerissen. Der 2. Snowboarder wurde von der Schneebrettlawine nicht erfasst. Der Lawinenabgang konnte von unbeteiligten Personen beobachten werden und diese setzten sofort den Notruf ab.

Der Slowene konnte an seinem Rucksack den Airbag auslösen. Er wurde einige hundert Meter über teilweise steiles Gelände mitgerissen. Dabei befand er sich immer wieder unter den Schneemassen bzw. wurde immer wieder an die Oberfläche geworfen. Am Auslauf des Schneebrettes blieb der Mann dann an der Schneeoberfläche unverletzt liegen. Aufgrund des großen Ausmaßes der Lawine (Anrissbreite von 50-70 m und 400 m lang) konnte nicht ausgeschlossen werden, dass noch weitere Personen verschüttet wurden. Es wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet.

Im Einsatz standen die Bergrettungen Fiss, Serfaus und Ried im Oberinntal, 5 Suchhunde der Lawinenhundestaffel Tirol, freiwillige Helfer und 3 Hubschrauber („Christophorus 5“, „Martin 2“ und der Hubschrauber des Innenministeriums „Libelle“) – insgesamt waren ca. 100 Personen am Lawinenkegel im Einsatz.

Der gesamte Lawinenkegel wurde mittels Hunden, LVS-Gerät, Recco-Suchgeräten und Sondierketten abgesucht. Gegen 17:30 Uhr wurde der Einsatz aufgrund der einbrechenden Dämmerung vorerst unterbrochen. Sofern sich neue Erkenntnisse (Vermisstenmeldungen) ergeben, wird weitergesucht werden.