Subnautica ist ein Unterwasser-Survival-Abenteuerspiel auf einem fremden Ozeanplaneten.

Eine frei erkundbare, offene Welt voller Wunder und Gefahren erwartet einen! Sowohl über als auch unter dem Wasser gibt es jede Menge zu erkunden. Und im besten Fall auch zu überleben…

  • Veröffentlichung: Jänner 2018
  • Plattform: PC
  • Entwickler: Unknown Worlds Entertainment
  • Publisher: Unknown Worlds Entertainment
  • Erhältlich bei: Steam
Screenshot: MSK News

Man landet gleich mitten im Geschehen. Eben war man noch an Bord eines Raumschiffes, schon befindet man sich in einer Rettungskapsel und landet unsanft auf einem großen Ozeanplaneten.

Von da an geht es abwärts. Nein nicht im übertragenen Sinne, sondern tatsächlich. Der riesige Ozean steckt nämlich voller wertvoller Ressourcen die man dringend zum überleben braucht. Von flachen Korallenriffen bis hin zu gefährlichen Tiefseegräben mit riesigen Kreaturen gibt es viel zu erforschen. Dabei darf man aber seinen Sauerstoffvorrat nicht aus den Augen verlieren, sonst endet das Abenteuer noch bevor man es mit den wirklichen Gefahren des Planeten zu tun bekommt.

Auf der Suche nach Nahrung und Rohstoffen kann man unzählige Pflanzen und Tiere entdecken. Und umso tiefer man taucht, desto mehr gibt es zu finden.

Screenshot: MSK News

Aller Anfang ist schwer

Gerade zu Beginn hätten wir uns gewünscht, etwas mehr an die Hand genommen zu werden. Im Prinzip lernt man mit der Zeit von selbst worauf es ankommt, doch manches erschließt sich einem auch nach einigen Spielstunden nicht wirklich. Grundsätzlich heißt es: entdecken, sammeln, noch mehr sammeln und bauen.

Hat man die ersten Vorräte zusammen, geht es auch schon ans bauen. Man will ja schließlich nicht auf Dauer in der engen Rettungskapsel hausen und braucht auch dringend bessere Ausrüstung.

Stück für Stück baut man sich Ausrüstungsgegenstände wie z.B. Messer, Scanner und Tauchzubehör, aber auch Wasserfahrzeuge. Damit lassen sich die tiefen Gewässer noch effizienter und sicherer erkunden. Und natürlich noch viel mehr Rohstoffe einsammeln.

Die Bedienung der Fahrzeuge ist teilweise unnötig kompliziert und hakelig, man gewöhnt sich jedoch recht schnell daran. Nur der Fangarm eines der Fahrzeuge brachte uns manchmal beinahe zum fluchen.
Ach und versucht doch mal ein am U-Boot angedocktes Fahrzeug in flachem Wasser abzudocken. Das Ergebnis ist… ach wir wollen doch niemandem die Überraschung verderben.

Screenshot: MSK News

Doch damit noch lange nicht genug, auch seine eigene Basis kann man konstruieren. Soll es lieber klein und fein oder doch mächtig und weitläufig sein? Beides ist möglich!

Unserer Meinung nach dürfte es ruhig noch ein paar Module mehr zur Auswahl geben. Doch wie man am Screenshot unten sieht, lässt es sich auch so recht ordentlich bauen. Nur manchmal kommt leichter Frust auf, wenn man nicht nachvollziehen kann, warum etwas an einer bestimmten Stelle nicht möglich sein soll, gleich daneben aber schon.

Die für den Bau von Strukturen benötigten Ressourcen sind recht überschaubar gehalten. So kann man sich tatsächlich austoben. Sollte man es sich später doch anders überlegen und einen größeren Umbau planen, lässt sich auch das sehr einfach bewerkstelligen. Gebaute Strukturen lassen sich auf Knopfdruck dekonstruieren, die zuvor verbauten Materialien erhält man komplett zurück.

Screenshot: MSK News

Eine Story gibt es auch

Im Gegensatz zu vielen anderen Survival-Spielen wie z.B. 7 Days oder Mist Survival, hat Subnautica eine Story.

Diese reist einen anfangs richtig mit, flacht später jedoch massiv ab. Man könnte schon fast sagen, sie ist zeitweise so gut wie nicht mehr existent. Erst gegen Ende des Spiels nimmt sie wieder kräftig an Fahrt auf. Glücklicherweise ist man zumeist sowieso von der tollen Umgebung und der Suche nach Rohstoffen abgelenkt, somit fällt das nicht zu schwer ins Gewicht.

Großteils konnte uns Subnautica wirklich fesseln. Eine tolle Tier und Pflanzenwelt, die zumeist sehr lebendig wirkt, trägt dazu immens bei. Dennoch sind einige Schwächen nicht zu übersehen.

Den aktuellen Preis von knapp 30 Euro sehen wir gerade noch so als gerechtfertigt an, immerhin bietet Subnautica viele Stunden Spielspaß. Wir sind dennoch froh auf eine Aktion gewartet und das Spiel mit 50% Rabatt gekauft zu haben.

Screenshot: MSK News

Licht und Schatten

Einige Negativpunkte die wir uns während dem spielen notiert hatten, relativierten sich mit der Zeit von selbst. Dennoch bleiben ein paar Kritikpunkte übrig.

  • Die Optik ist auf dem Stand der Zeit, leistet sich allerdings manchmal eigenartige Fehler. Grafiken werden teilweise zu spät nachgeladen, manche Texturen haben eine deutlich geringere Auflösung als der Rest.
  • Die Story weißt zeitweilig enorme Schwächen auf. Je nach Spielstil reißt sie komplett ab, gibt auch keine klaren Hinweise wie es nun weitergehen soll.
  • An bestimmten Stellen kann man keine Gegenstände aus dem Inventar fallen lassen. Ist das Inventar voll, kann man benötigte Gegenstände nicht mehr aufnehmen, man kommt nicht in der Story weiter.
  • Aus unerklärlichen Gründen war nach einem erneuten laden des Spielstands eines unserer Fahrzeuge verschwunden.
  • Ohne Ingame Landkarte und aufgrund weit verzweigter Höhlensysteme ist die Orientierung manchmal sehr schwer.

Der letzte Punkt ist kein Fehler als solcher, eher ein wichtiger Hinweis. Da er nicht spoilerfrei ist, haben wir ihm einen eigenen Absatz gewidmet.

Achtung Spoiler

Das Ende des Spiels kündigt sich deutlich an. Schlussendlich verlässt man den Planeten. Wer danach noch weiterspielen möchte sollte folgendes beachten:

Nach dem Bau und vor dem besteigen der Rakete sollte man unbedingt ein letztes Mal speichern! Hat man das Fluggerät erst einmal gestartet, folgen Videosequenzen und der Abspann. Das Spiel endet damit, danach landet man im Hauptmenü.
Hat man seinen Spielstand nach dem Bau der Rakete nicht mehr gespeichert, verliert man diesen Spielfortschritt.

Screenshot: MSK News