Die angeblich zu hohen Kosten sind oftmals der Grund, warum jemand erst gar nicht mit der Krisenvorsorge beginnt. Und ja, wenn man möchte, kann man wirklich sehr viel Geld investieren. Muss man aber nicht!

Wir zeigen einige Möglichkeiten, wie man sich eine ordentliche Prepper-Ausrüstung zulegen kann, und dabei trotzdem nicht arm wird.

Der wichtigste Tipp zuerst. Lassen Sie es langsam angehen und kaufen Sie die nötigen Dinge Schritt für Schritt. Oder noch besser, lassen Sie es sich zu Gelegenheiten wie Geburtstagen, schenken.

Kochen

Essen zubereiten und Wasser abkochen zu können, ist eines der wichtigsten Dinge. Aber: Auch wenn Mini-Gaskocher oft sehr günstig und einfach zu bedienen sind, lässt man lieber die Finger davon. Die Gaskartuschen sind auf Dauer recht teuer und auch unhandlich!

Neben der Art des Kochers, ist auch die Zubereitungszeit ein sehr wichtiger Faktor! Daher überlegt man sich am besten Gerichte, die eine kurze Kochzeit haben. Oder nutzt einfache Notfall-Rezepte.

Für die mobile Ausrüstung empfehlen wir Notkocher mit Brennstofftabletten. Die bekommt man schon unter 10 Euro. Für die reine Vorsorge sind sie ausreichend.

Video: Survivalplan.at

Für häufigeres Kochen empfehlen wir einen Raketenofen! Er lässt sich mit verschiedenen Materialien befeuern und damit sehr kostengünstig betreiben. Auch kann man mit ihm, größere Portionen kochen, grillen oder einfach ein Feuer machen.

Und, was für uns auch ein sehr wichtiger Punkt ist, er liegt nicht nur herum, um im Notfall genutzt zu werden. Denn die beste Ausrüstung ist die, die man auch nutzt!

Video: Survivalplan.at

Zwar ist die Anschaffung mit knapp 100 Euro nicht ganz günstig, aber wenn man es richtig angeht, kocht man dafür beinahe kostenlos!

Brennmaterial

Je nachdem welches Brennmaterial man zum heizen und kochen nutzt bzw. nutzen muss, kann man dafür jede Menge Geld loswerden. Wir betreiben unseren Raketenofen komplett kostenlos! Das ist mit ein bisschen Aufwand verbunden, spart aber viel Geld.

Papier zum anzünden, erhalten wir kostenlos nach Hause geliefert. Zeitungen, Prospekte usw. landen wirklich genug im Briefkasten.

Zum kochen nutzen wir ausschließlich Holz. Und das besorgen wir uns – natürlich mit der entsprechenden Erlaubnis – von Baustellen, Baumärkten und Geschäften. Die Entnahme von Material in Altstoffsammelzentren ist zwar eigentlich verboten, wenn man freundlich nachfragt, bekommt man aber oft Dinge geschenkt. Wird ja sowieso entsorgt das Zeug.

Foto: MSK News

Kaputte Einwegpaletten, Obstkisten, Bauholz, kaputte Leisten und Bretter und vieles mehr, sammeln wir einfach ein und schneiden es uns zurecht.
Außerdem halten wir in Geschäften auch Ausschau nach kaputten Säcken mit Pellets, Grillkohle und ähnlich nützlichem. Oft werden Produkte mit beschädigter Verpackung oder fehlendem Inhalt, recht günstig abverkauft. Teilweise landen die Sachen auch gleich im Lager, darum fragen wir ab und an auch direkt danach.

Trinkwasser

Kurz zusammengefasst hat man 4 Möglichkeiten. Man kauft ausreichend Mineralwasser, Wasserentkeimungstabletten oder einen Wasserfilter. Alternativ kann Wasser noch abgekocht werden.

Die günstigste Möglichkeit ist, sich Mineralwasser für zumindest 14 Tage einzulagern. Dazu evtl. eine Packung der Entkeimungstabletten und eine 1L Feldflasche, falls man unterwegs ist.

Erst wenn man Trinkwasser in größeren Mengen, bzw. für mehrere Personen benötigt, kommt ein guter Wasserfilter langfristig günstiger. Wir selbst nutzen den Katadyn Pocket.

Wasser abkochen ist, wie bereits angesprochen, eine Alternative. Da es jedoch Zeit und Energie kostet sowie je nach Witterung auch gar nicht so einfach ist, sehen wir darin eher eine Notlösung.

Lebensmittel

Lange haltbare Fertiggerichte sowie Not- und Spezialnahrung sind meistens relativ teuer.
Doch gerade bei Lebensmittel kann man unglaublich viel Geld sparen! Verzichten Sie auf unnötiges, Markenprodukte und Fertigprodukte.

Grundnahrungsmittel kosten bei den bekannten Discountern um bis zu 50% weniger als Produkte bekannter Hersteller. Man beginnt seinen Vorrat am besten mit Nudeln, Reis, Suppenwürfel und ähnlichem. Selbst wenn man 2 Wochen nur Nudeln mit Soße isst, der Magen ist voll und alles andere ist zweitrangig.

Achten Sie beim Einkauf auf Sonderangebote und Großpackungen. Oft kann man hier zusätzlich sparen.

Kisten & Rucksäcke

Die Ausrüstung sollte möglichst geordnet und geschützt gelagert werden. Am besten nutzt man bereits vorhandene Schränke und Boxen. Oder man kauft günstige Stapelkisten.

Auch wenn es nicht ganz so schön aussieht, unempfindliche Ausrüstung kann man auch in beschrifteten Schachteln lagern. Unsere Erstausrüstung lagerten wir damals auf mehrere Schuhschachteln verteilt.

Für unterwegs ist ein Rucksack ideal. So kann man einiges transportieren und hat trotzdem die Hände frei. Es muss aber kein übertrieben teures Markenmodell sein, Rucksäcke bekommt man bereits unter 30 Euro.

Kleinzeug

Sie werden sich vielleicht wundern, wie viel Geld man für kleine Dinge ausgeben kann, die man eigentlich gar nicht benötigt. Denn angeboten wird alles, was Geld bringt. Ob es für die Krisenvorsorge sinnvoll ist, interessiert die Hersteller dabei kaum.

Spätestens nach dem 5. Survivalmesser merkt man, dass ein einziges und dafür wirklich gutes Messer, völlig ausreichend und meistens auch günstiger ist.
Wozu man z.B. unbedingt ein Solar-Feuerzeug brauchen soll, konnte uns auch noch niemand erklären…

Daher unser Tipp: Überlegen Sie vor dem Kauf, was Sie in der Praxis wirklich damit machen können und wollen. Schauen Sie auch, ob das gewünschte Equipment eventuell als Set erhältlich ist. Ein Feuerstarter ist z.b. oft bei Messer und Äxten dabei.