Ein 72-jähriger kroatischer Staatsbürger bezog im Zeitraum 2007 bis März 2020 zu Unrecht Sozialleistungen in Form von Ausgleichszahlungen, obwohl er sich hauptsächlich in Kroatien aufhielt. Es entstand ein Schaden von über 100.000 Euro.

Aufgrund einer Anzeige nahmen Kriminalisten des Bezirkspolizeikommandos Graz-Umgebung die Ermittlungen auf. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz kam es dabei zu umfangreichen Ermittlungen, wobei nun insgesamt vier kroatische Staatsbürger zur Anzeige gebracht werden.

Ein 76-Jähriger und dessen 72-jährige Frau, beide in Kroatien wohnhaft, sowie der 42-jährige Sohn und dessen 38-jährige Frau, beide aus Graz, werden wegen schweren Betrugs, Geldwäscherei und Urkundenfälschung angezeigt. Bisherigen Ermittlungen zufolge füllten die beiden jüngeren Tatverdächtigen Formulare für die Eltern des 42-Jährigen aus, fälschten deren Unterschriften und legten diese auszahlenden Stellen vor.

Die vermeintlichen Antragsteller waren in Österreich jedoch selten bis nie anwesend und verbrachten den überwiegenden Teil ihrer Freizeit in Kroatien bzw. Bosnien-Herzegowina. Dadurch dürfte das Paar zu Unrecht finanzielle Leistungen in der Höhe von über 100.000 Euro bezogen haben.

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