Gefühlt seit der Flüchtlingskrise 2015, findet unter jeder News zu einem Gewaltverbrechen die gleiche Diskussion statt. War es ein Ausländer oder „echter“ Inländer? Dazu die üblichen Fragen: Warum schreibt der Journalist nicht, woher der Täter kommt? Warum nicht wenigstens seinen Vornamen oder einen Phantasienamen der zumindest Rückschlüsse auf die Täterherkunft zulässt? Dürfen die Zeitungen das nicht oder machen sie es absichtlich nicht?

Es ist ein Trauerspiel und immer das gleiche. Kaum wird eine Nachricht über eine Gewalttat verbreitet, versammeln sich die ewig gleichen Kommentatoren. Binnen Minuten sind Vermutungen und Verdächtigungen zu lesen, der Täter wäre sicher ein Ausländer, höchstwahrscheinlich ein Flüchtling.

Dann setzt die übliche Diskussion ein. Die Linken meinen, die Rechtsradikalen wären angeblich enttäuscht wenn der Täter doch ein Inländer wäre. Die Rechten schreiben, die linken Gutmenschen wären Schuld an Mord und Vergewaltigung, sie würden ja befürworten, dass so viele fremde Menschen zu uns kommen. Wäre es nicht tatsächlich besser, einfach immer sofort die Nationalität oder den Vornamen des Täters zu nennen? Immerhin könnte man damit solche Diskussionen und wilde Spekulationen verhindern. Oder etwa nicht?

Nein, könnte man leider nicht! Denn selbst wenn z.B. als Tätername „Rudolf H.“ genannt wird, beginnen sofort Diskussionen. Wer weiß, vielleicht will man mit dem Namen nur davon ablenken, dass der Täter ein Flüchtling war? Und „der Wiener“ bedeutet doch so gut wie gar nichts. Vielleicht ist es ein Ausländer der nur in Wien wohnt? Manchmal möchte man beim lesen der Kommentare einfach nur in den Schreibtisch beißen…

Unsere Meinung

Wir könnten kotzen, wenn es mal wieder „amtsbekannter Täter“ heißt. Aber das gilt für In- wie Ausländer gleichermaßen! Kriminell ist kriminell. Punkt!

Vielleicht sollten wir alle einfach mehr darauf schauen, wie wir mit einander umgehen. Unabhängig von Alter, Rasse, Herkunft oder was auch immer. Einfach von Mensch zu Mensch! Aggressive Handlungen beginnen im kleinen, oft mit verbalen Beleidigungen oder Gesten. Und wenn nichts anderes mehr hilft, Lächeln ist auch eine Möglichkeit, anderen die Zähne zu zeigen!

Zu einer ehrlichen Berichterstattung gehört jedoch unter anderem, Fakten nicht zu verschweigen. Wenn die Nationalität bekannt ist, werden wir diese auch veröffentlichen. Alleine schon um sinnlose Diskussionen zu vermeiden.
Auch werden wir immer eine sachliche Auseinandersetzung und Diskussion unterstützen. Rassistische Kommentare, Beleidigungen und Hetze werden jedoch nicht geduldet!

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