Der Titel sagt eigentlich schon fast alles, aber ganz ehrlich, dieses Game ist so mies, dass muss man einfach selbst erlebt haben! Worte wie “billig oder “grauenhaft“ reichen einfach nicht aus um zu beschreiben, was hier von Gameloft abgeliefert wurde.

Beginnen wir mit den positiven Dingen: Das Spiel ist gratis auf Steam erhältlich. Tja, leider wars das aber auch schon wieder. Beim besten Willen, so etwas kann man niemandem antun…

  • Veröffentlichung: Juni 2017
  • Plattform: PC
  • Entwickler: Gameloft
  • Publisher: Gameloft
  • Erhältlich bei: Steam
Screenshot: Sniper Fury / MSK News

Beworben wird Sniper Fury als “Scharfschützen-Actionspiel, das in einer brutalen Welt spielt“. Was an dieser Welt so brutal ist? Die Grafik, alle Animationen, der Sound und das Gameplay!

Man hat eine fixe Position, taktisches Vorgehen oder gar Deckung suchen ist nicht vorgesehen. Man beweg nur seine Arme, zielt und drückt ab. Hurra!…

Menü, Grafik und Sound erinnern an ein sehr altes Handy-Spiel. Die Schießbudenfiguren, ähhhm Verzeihung, ich meinte natürlich Gegner, verhalten sich strohdumm und erinnern allenfalls an die Anfänge von KI. Wobei, eigentlich sind sie nur künstlich, von Intelligenz merkt man so gut wie nichts. Verfehlt man sie, schauen sie oft steif in die entgegengesetzte Richtung.

Da passt es dann wenigstens perfekt ins Bild, dass der Gegner nach einem Kopftreffer umfällt und sich die Blutpfütze bei den Beinen bildet! Das ist aber auch schon egal, der Treffer wird sowieso erschreckend schlecht dargestellt.

Screenshot: Sniper Fury / MSK News

Es geht noch schlimmer

Kaum hat man sich damit abgefunden, dass dieses Spiel halt einfach nur schlecht ist, legt Gameloft noch eins drauf.

Es gibt die Auswahl zwischen Missionen, Arena, PVP und Herausforderungen. Aber genau genommen muss man sich erst durch ausreichend viele Missionen gequält haben um etwas anderes machen zu können. Und das ist mehr als langweilig. Denn die Aufträge bieten keinerlei Abwechslung.

Töte Gegner, töte mehrere Gegner, töte Gegner in (beliebige Farbe einsetzen) Uniform. Und dann töte noch mehr Gegner. Das unterhält für etwas 10 bis 15 Minuten, ist aber nicht weiter schlimm. Denn man hat sowieso nur begrenzte Energie und wird damit zu einer Zwangspause verdonnert. Und da ist es wieder, das Gefühl ein altes Handy-Spiel zu zocken.

Aber, was für ein toller Zufall, es gibt ja noch den Ingame Shop. Da kann man schnell mal Energie oder Waffen kaufen. Außerdem gibt es noch ein Abo-System. Bis zu 17,99 Euro pro Monat kann man für dieses Spiel ausgeben. zuzüglich der möglichen Einkäufe versteht sich. Da sind pro Paket noch einmal bis zu 100 Euro zu bezahlen. Zumindest wenn man dumm genug ist, dieser Firma Geld in den Rachen zu werfen. Wir raten allerdings dringend davon ab, auch nur 1 Euro zu bezahlen!

Screenshot: Sniper Fury / MSK News