Am 1. Oktober 2020 zeigte ein 45-jähriger Österreicher bei der Polizeiinspektion Nauders an, dass er über eine Onlineplattform ein Auto in Niederösterreich gekauft und nach Erhalt der E-Mail-Rechnung des Autohauses den Kaufpreis auf das in der Rechnung angeführte Konto überwiesen hatte.

Nachträglich stellte sich heraus, dass die E-Mail-Rechnung, vor dem Einlangen bei dem 45-Jährigen von unbekannten Täter abgefangen und mit einer anderen Kontonummer versehen wurde, weshalb das Geld auch nicht beim Autohaus ankam. Dadurch erlitt der 45-Jährige einen Schaden in der Höhe eines fünfstelligen Eurobetrages.

Im Zuge umfangreicher Erhebungen durch IT-Ermittler der Polizeiinspektion Ischgl konnten nun neun weitere Geschädigte im ganzen Bundesgebiet ausgeforscht werden. Der durch die Taten entstandene Schaden beläuft sich auf über 120.000,– Euro.
Weitere Taten blieben im Versuchsstadium. Dabei hätte ebenfalls eine Summe von insgesamt fast 130.000,– überwiesen werden sollen.
Bei den Geschädigten handelte es sich um Gewerbetreibende, meist aus dem Automobilhandel.

Sieben Personen im Alter von 26 bis 45 Jahren konnten als sogenannte Money Mules ausgeforscht werden. Ihre Funktion war es, ihre Konten für die Transaktionen zur Verfügung zu stellen und dann das Geld an die eigentlichen Täter weiterzuleiten. Sie werden an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt (welche die Fälle bearbeitet) angezeigt.

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