Eine schwangere 21-Jährige soll ihren 27-jährigen Ex-Freund (Stbg.: Russische Föderation) in ihre Wohnung gelassen haben. Dort soll es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, wobei der Mann die Frau gewürgt, getreten und geschlagen haben soll.

Das Opfer hat sich gewehrt und im Anschluss in der Toilette eingesperrt, von wo aus sie die Polizei verständigte. Der Tatverdächtige soll versucht haben, die WC-Türe aufzubrechen.

Die eintreffenden Beamten des Stadtpolizeikommandos Wien Döbling konnten bereits im Stiegenhaus den Lärm der Auseinandersetzung wahrnehmen. Die Frau rannte aus der Wohnung und brachte sich hinter die Polizisten in Schutz. Der Tatverdächtige verhielt sich gegenüber den Polizisten äußerst aggressiv.

Bei seiner Festnahme attackierte der 27-Jährige die Polizisten mit Schlägen und flüchtete zu Fuß. Nach einer Verfolgung durch mehrere Gassen konnte der Flüchtende schlussendlich überwältigt und festgenommen werden. Die 21-Jährige wurde vom Rettungsdienst notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Zwei Polizisten erlitten durch die Attacken und Gegenwehr des Tatverdächtigen mehrere Prellungen.

Es stellte sich heraus, dass gegen den 27-Jährigen ein gültiges Einreiseverbot bestand und er sich somit unrechtmäßig im Bundegebiet aufhielt. Weitere fremdenpolizeiliche Maßnahmen wurden daher eingeleitet.

Hilfe für Opfer

Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für jedes Opfer von Gewalt und duldet keine Gewalt, gleichgültig in welcher Form.

Der Polizei-Notruf (133) ist jederzeit für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder von Gewalt betroffen sind, erreichbar. Auch der 24-Stunden Frauennotruf (01/71719) und der Frauenhaus-Notruf des Vereins Wiener Frauenhäuser (05 77 22) sind rund um die Uhr besetzt.

Das Landeskriminalamt Wien, Kriminalprävention, bietet zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.