Niklasdorf, Bezirk Leoben. – Ermittler des Landeskriminalamtes Steiermark, Außenstelle Niklasdorf, nahmen vier Rumänen im Alter von 19 bis 33 Jahren fest. Sie stehen im Verdacht, gewerbsmäßig Einbruchsdiebstähle begangen zu haben. Der Schaden dürfte sich auf zumindest 65.000 Euro belaufen.

Bereits seit geraumer Zeit ermittelten Kriminalbeamte aus Niklasdorf gegen eine Tätergruppe welche im Verdacht steht, in unterschiedlichen Konstellationen eigens für diverse Einbruchsdiebstähle nach Österreich einzureisen. Aktuellen Erkenntnissen zufolge dürften seit Frühjahr 2019 zumindest zehn Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser, ein Firmen-Einbruch sowie ein sogenannter Einschleichdiebstahl auf das Konto der Männer gehen. Dabei bestahlen die Tatverdächtigen unter anderem Anfang des Jahres auch einen 90-jährigen Mann. Dieser hatte den bettelnden Männern gutgläubig ein wärmendes Getränk angeboten. Die Täter flüchteten jedoch mit mehreren hundert Euro Bargeld sowie einer Armbanduhr des 90-Jährigen.

Auf ihren Diebestouren durch Österreich kundschafteten die Rumänen Objekte durch vorherige Betteleien aus. Dabei gaben sich die Männer zur Tarnung auch als Arbeitssuchende aus. Bei einer neuerlichen Einreise nach Österreich in der Nacht auf 1. März 2021 nahmen Beamte die beiden Haupttatverdächtigen im Alter von 25 und 33 Jahren am burgenländischen Grenzübergang A4/Nickelsdorf fest. Gegen sie bestand bereits eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Leoben.

Beide Männer zeigten sich bei ihrer Einvernahme zu den Vorwürfen größtenteils geständig. Polizisten nahmen auch zwei mitreisende Tatverdächtige im Alter von 19 und 24 Jahren fest. Alle vier Festgenommenen wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert. Weitere Ermittlungen laufen.

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