Ein 33-jähriger Deutscher aus dem Bezirk Schärding wird beschuldigt zwischen 22. Februar 2021 und 25. Februar 2021 an unterschiedlichen Gebrauchtwagenplätzen im Bezirk Schärding gezielt hochpreisige Reifenkomplettsätze gestohlen zu haben.

Diese wollte er im Anschluss verkaufen und sich so finanziell bereichern. Die Tatausführungen gestalteten sich jedes Mal absolut ident, indem er seinen Pkw im Nahbereich abstellte und die zuvor eigens dafür entwendeten Kennzeichen darauf montierte. Danach maskierte er sich und hob mit einem Wagenheber die zuvor ausgewählten Pkw auf. Danach montierte er die Räder mit einer Ratsche ab und senkte die Fahrzeuge auf dafür zurechtgeschnittenen und mitgeführten Holzpflöcken ab. Diese ließ er, wie die entfernten Radmuttern, am Tatort zurück.

Zwei der Autos wurden durch zu schnelles Absenken auf die Holzpflöcke beschädigt. Bei umfangreichen Ermittlungen und aufgrund eines Hinweises eines couragierten Bürgers konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Beschuldigte bereits am 25. Februar 2021 versuchte die Reifenkomplettsätze zu verkaufen. Beim geplanten Verkauf gelang es den Ermittlern, ihn auf frischer Tat zu erwischen und festzunehmen.

Bei der unmittelbar danach durchgeführten Nachschau in der Wohnung des Mannes konnten Reifenkomplettsätze, die gestohlenen Kennzeichen und Tatwerkzeug sichergestellt werden. Bei seiner Einvernahme zeigte er sich vollumfänglich geständig und gab an, aus Geldnot gehandelt zu haben. Außerdem gab er zu Protokoll, bereits die nächste Tat geplant gehabt zu haben. Die nächsten Reifen hätte er, so er nicht festgenommen worden wäre, bereits in derselben Nacht gestohlen.

Die sichergestellten Räder wurden wieder an die Geschädigten ausgefolgt. Er wird bei der Staatsanwaltschaft Ried und bei der Bezirkshauptmannschaft Schärding angezeigt. Letzteres, weil er zu allen Taten mit seinem Auto gefahren war, obwohl er nicht im Besitz einer Lenkberechtigung ist.