„Die Regeln für den Umgang mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft müssen dringend überarbeitet werden“, fordert die AK Umweltexpertin Iris Strutzmann.

Derzeit wird der EU-Strategieplan für eine Gemeinsame Agrarpolitik erarbeitet. „Das ist die Gelegenheit die Weichen zu stellen, für weniger Nitrate und Pestizide und für saubereres und weniger belastetes Trinkwasser“, so Strutzmann.

Vor über einem Jahr hat der Europäische Gerichtshof verlangt, dass die Grenzwerte bei Nitraten im Grundwasser nicht über 50 Milligramm pro Liter steigen dürfen. „Doch bis jetzt liegt noch immer kein Plan für die Umsetzung vor“, so Strutzmann. „Dabei wäre das Urteil des Europäischen Gerichtshofs die Gelegenheit gewesen, die Weichen zu stellen, für weniger Nitrate und für saubereres und weniger belastetes Trinkwasser“, so Strutzmann.

Nach wie vor gibt es immer noch in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten Nitratwerte deutlich über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter: In der Parndorfer Platte, im Wulkatal, im Ikvartal, im Marchfeld, in der Traun-Enns-Platte oder im unteren Murtal. Auch der Pestizidgrenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter kann nicht überall eingehalten werden. Ein Pestizidreduktionsplan ist dringend erforderlich.