Trotz vielseitiger Warnungen boomt der Betrug über das Internet weiterhin. Die Methoden sind dabei vielfältig. Angebliche Gewinne, Zollgebühren, rührselige Geschichten über Krankheiten oder Notfälle uvm. werden genutzt, um arglosen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Besonders häufig werden Liebesbeziehungen vorgetäuscht. Nach einiger Zeit werden Notfälle vorgetäuscht oder es wird angeblich Geld für ein Flugticket benötigt. Nicht selten geht es um mehrere tausend Euro. Weigern sich die Opfer (noch mehr) Geld zu überweisen, bricht der Kontakt schnell ab. Der Versuch das Geld von ausländischen Konten zurückzuholen schlägt zumeist fehl.

Daher warnt die Polizei vor diesen Machenschaften und gibt folgende Tipps:

  • Internetbeziehungen sind natürlich grundsätzlich möglich, wenn Ihr Gegenüber jedoch Geld von Ihnen fordert, sollten Sie Vorsicht walten lassen.
  • Überweisen Sie kein Geld, auch wenn ein tragischer Notfall behauptet wird.
  • Achten Sie auf den Schutz Ihrer Daten und seien Sie vorsichtig, wenn Sie Details zu Ihrer Person bekanntgeben.
  • Prüfen Sie die Privatsphäreneinstellungen auf Ihren Onlineprofilen.
  • Seien Sie skeptisch bei unaufgeforderten Zuschriften von Damen oder Herren aus dem Internet – es handelt sich dabei um Massensendungen an viele Personen.
  • Hinterfragen Sie, ob Ihre Internetbekanntschaft wirklich ähnliche Interessen hat, oder vielleicht Ihr Onlineprofil ausspioniert haben könnte.
  • Geben Sie den Namen, oder das Foto Ihres Gegenübers in eine Suchmaschine ein – bei Suchtreffern können Sie davon ausgehen, dass Sie nicht der oder die einzige E-Mail/Chatpartner/in – sind.
  • Übermitteln Sie keine Fotos oder Videos von sich selbst. Falls unangenehme Bilder und Videos veröffentlicht wurden, hilft der Ombudsmann https://ombudsmann.at/ bei der Löschung dieser.
  • Decken Sie Ihre Webcam ab, solange Sie Ihrem Gegenüber nicht vertrauen. Denken Sie daran, dass alles was Sie vor der Webcam machen, vom Gegenüber aufgezeichnet werden kann.
  • Oftmals hilft es eine Vertrauensperson einzuweihen, diese öffnet ihnen die Augen und hält Sie von Schaden ab.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten. Wenn das Gegenüber etwas vehement fordert oder emotionalen Druck ausübt, ist höchste Vorsicht geboten.
  • Wenn Sie überwiesen, oder mit Ihrer Kreditkarte bezahlt haben, wenden Sie sich rasch an Ihre Bank, eventuell kann man noch Gelder rückbuchen oder Zahlungen stornieren.
  • Scheuen Sie sich nicht, den Sachverhalt bei der Polizei anzuzeigen, es gibt viele Betroffene. Wichtig ist, dass Sie die Unterhaltungen oder Chatverläufe und die Zahlungsunterlagen mitnehmen.

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