Seit Anfang August 2021 ermittelte die CyberCrime-Gruppe des Kriminalreferats Salzburg gegen einen 42-jährigen Nigerianer der als „Lovescammer“ bei einer Plattform angemeldet war.

Er gab sich auf dieser Datingplattform als Arzt aus Kanada aus, welcher bei Ärzte ohne Grenzen im Jemen beschäftigt sei.

Nachdem der Mann das Vertrauen von zwei Opfern gewonnen hatte, forderte er diese zu Zahlungen von mehreren tausend Euro für medizinische Geräte auf. Das benützte Profilbild des 42-jährigen zeigte einen echten Arzt und plastischen Chirurgen aus Australien. Im Zuge von zahlreichen Auswertungen der Chatprotokolle zwischen Täter und Opfer sowie der Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden konnte der Nigerianer als Verdächtiger ausgeforscht werden.

Einem der beiden Opfer entstand ein Schaden in Höhe 200 Euro, ansonsten blieb es beim Versuch, zumal die Opfer schnell misstrauisch wurden.