Was schafft man es, Menschen unbequeme neue Regeln einfacher aufzuzwingen? Genau! Man bringt sie dazu, sie gerne zu befolgen.

Wie alles begann

Politiker, Beamte und Experten kommen regelmäßig zusammen um über Maßnahmen gegen das Corona Virus zu beraten. Und man überlegt natürlich auch, wie man die Bevölkerung dazu bringen kann, die Maßnahmen mitzutragen. Man ist nämlich der Meinung, die Bevölkerung würde sich zu wenig Sorgen um mögliche Infektionen machen. Wer sich keine Sorgen macht, ist vermutlich auch nicht so einfach bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Das wiederum könnte den Erfolg beschlossener Maßnahmen stark reduzieren oder gar zunichte machen.

Also sucht man nach einer Lösung. Die ist auch schnell gefunden, sie heißt Angst. Die Menschen müssen Angst „vor einer Ansteckung“ bekommen, bzw. Angst davor, „dass Eltern/Großeltern sterben“. Man denkt spontan an Länder wie Nordkorea oder China, aber es geht um Österreich!

Aber kann das wirklich wahr sein? Es scheint zumindest so! Laut einem Bericht des „Ö1-Morgenjournals“ gab es am 12. März eine Sitzung. Mit dabei: Bundeskanzler Kurz, Vizekanzler Kogler, Gesundheitsminister Anschober und einige weitere Personen. Laut dem Sitzungsprotokoll soll Sebastian Kurz, Bedenken geäußert haben, da die Bevölkerung noch nicht ausreichend besorgt sei.
Im Protokoll heißt es weiter:

„Kurz verdeutlicht, dass die Menschen vor einer Ansteckung Angst haben sollen bzw. Angst davor, dass Eltern/Großeltern sterben.“

Tatsächlich scheint etwas wahres dran zu sein. Nur zu gut können wir uns noch an die Ende März gesprochenen Worte erinnern. Jeder von uns würde jemanden kennen, der an Corona gestorben ist. So die düstere Prophezeiung. Nach aktuellem Kenntnisstand kann man sagen, dass diese Prognose deutlich übertrieben war. Zumindest bisher!

Ähnliches auch in Deutschland

Nicht nur in Österreich hatte man die Idee, auf Angst zu setzen. Ein in Deutschland an die Öffentlichkeit gelangtes Papier zeigt, dass es auch dort entsprechende Überlegungen gibt.

„Der Worst Case ist mit allen Folgen für die Bevölkerung in Deutschland unmissverständlich, entschlossen und transparent zu verdeutlichen.“

Die Formulierung sollte dazu dienen, die „gewünschte Schockwirkung“ zu erzielen. Würde das nicht ausreichen, wollte man noch „Folgeschäden wie Herzinfarkte oder Lungenversagen“ ins Spiel bringen.

Soweit bekannt, wurde nichts davon umgesetzt. Alleine der Denkansatz zeigt jedoch deutlich, wie man arbeiten wollte. Jedes Mittel schien recht!

Die Gegenwart

Am 12. März, also am Tag der besagten Sitzung, hatte Österreich etwa 300 Coronafälle und das erste Todesopfer zu vermelden. Heute, knapp 8 Monate später, sieht die Lage weit dramatischer aus. Wir stehen bei fast 200.000 Fällen und über 1.600 Todesopfern. Ein Ende des Infektionsgeschehens ist noch lange nicht in Sicht. Die berechtigte Frage lautet also: Hatte die Regierung recht, uns Angst zu machen? Oder wurde die Situation dadurch erst verschlimmert?

Da sich die Lage über Monate nicht so dramatisch entwickelte wie vorhergesagt, wurden viele Menschen unvorsichtig und der Maßnahmen überdrüssig. Die Warnung vor den vielen Toten schien reine Panikmache. Verschwörungstheoretikern und Coronaleugnern kam dies gerade recht. Die weit verbreitete Meinung, das Virus wäre nur für sehr alte oder schwerkranke Menschen gefährlich, festigte sich immer mehr. Und diese Personengruppen würden ja auch ohne Corona Virus sterben. Also alles halb so schlimm!? Nun, natürlich ist es nicht so einfach. Auch junge Menschen können an Covid-19 sterben.

Andererseits, das Virus wird uns noch lange, wenn nicht sogar für immer begleiten. Auch ist das nicht das einzige Virus, mit dem die Menschheit zu kämpfen hat. Sollen wir uns also für den Rest unseres Lebens selbst isolieren und in Einsamkeit sterben? Wohl kaum!

So lange es keine wirksame Impfung gibt bleibt nur, uns vernünftig zu verhalten und unsere Kontakte einzuschränken. Die Politik sollte uns dabei unterstützen und sachlich informieren. Panikmache hilft genau so wenig wie Ignoranz!

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