Am 05. Jänner, gegen 17:30 Uhr, langte bei der Polizei ein Notruf ein. Ein Passant gab an, dass er soeben im Bereich des Neutor in der Salzburger Altstadt mehrere Hilferufe vom direkt darüber gelegenen Mönchsberg wahrgenommen habe.

Mehrere Polizeistreifen beteiligten sich daraufhin an der folgenden Suchaktion. Neben den umliegenden Straßenzügen und Gehwegen wurde auch die nahegelegene Aussichtsplattform auf dem Mönchsberg ergebnislos bestreift. Aufgrund der vorherrschenden Situation konnte unter anderem der Sturz einer Person vom Mönchsberg nicht ausgeschlossen werden.
Wegen der einbrechenden Dunkelheit und der Tatsache, dass es sich bei dem Einsatzgebiet um teilweise unwegsames Gelände handelte, beteiligte sich ebenfalls ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera erfolglos an der Suchaktion.

Ein Anrainer wurde auf den polizeilichen Einsatz aufmerksam meldete sich bei den einschreitenden Beamten. Er schilderte, dass vermutlich er der Auslöser dieses Einsatzes sei, da er etwa zum Zeitpunkt des Notrufes auf der Suche nach seiner Hauskatze war und diese durch mehrmaliges lautes Rufen heranlockte.

Es war daher davon auszugehen, dass auf Grund der vorherrschen akustischen Situation (Platz umringt von Gebäuden, direkt an einer Bergwand) und des vorherrschenden Echos die Lockrufe des Katzenhalters irrtümlich als nicht lokalisierbare „Hilfe“-Rufe wahrgenommen worden waren.