Leoben. – Ein 41-jähriger Rumäne steht im Verdacht, insgesamt sieben Hundewelpen in verwahrlostem Zustand auf der Ladefläche eines Lkw transportiert zu haben und gefälschte Dokumente für die Tiere mitgeführt zu haben. Polizisten nahmen dem Mann die Hunde ab.

Kurz nach 09.00 Uhr wurden Polizisten zu einer Firma gerufen. Ein 41-jähriger Rumäne hatte dort von seinem Lkw Material abgeladen, wobei Mitarbeitern der Firma mitten auf der Ladefläche mehrere Hundewelpen aufgefallen waren. Dabei liefen die insgesamt sieben Siberian-Husky-Welpen (ca. 8-10 Wochen alt) frei auf der mit Hundekot und Urin verschmutzten Lkw-Ladefläche umher, woraufhin Mitarbeiter die Polizei verständigten.

Gegenüber den Polizisten gab der 41-Jährige in der Folge an, die Hunde im Auftrag seines Arbeitgebers in einer Stadt im Westen von Rumänien abgeholt zu haben, um diese nach Deutschland zu bringen. Dabei habe er die Welpen – samt Futter, Wasser und Heimtierpässen – von einer unbekannten Person übernommen. Eine erste Überprüfung der europäischen Heimtierpässe ergab, dass es sich offenbar um zumindest verfälschte Dokumente handeln dürfte. Hinsichtlich des Verdachts der Urkundenfälschung zeigte sich der 41-Jährige jedoch nicht geständig.

Gemeinsam mit einem Veterinär der Bezirkshauptmannschaft Leoben nahmen Polizisten dem 41-Jährigen die sieben Welpen ab. Sie waren stark mit Urin und Kot verunreinigt und dürften bereits etwa elf Stunden lang ohne Auslauf auf der Ladefläche des Lkw ausgeharrt haben. Auch die offenbar gefälschten Dokumente stellte die Beamten sicher. Der 41-Jährige wird wegen des Verdacht der Tierquälerei und der Urkundenfälschung an die Staatsanwaltschaft angezeigt.

Die abgenommenen Hundewelpen wurden vorerst in ein Tierheim nach Kapfenberg verbracht und in der Folge dem aktiven Tierschutz (Arche Noah) in Graz übergeben.

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