Bärnbach. – Ein Paar im Alter von 40 und 45 Jahren steht im Verdacht, den eigenen Hund über einen längeren Zeitraum hinweg im überhitzen Fahrzeug zurückgelassen zu haben. Einsatzkräfte retteten das Tier.

Kurz nach 14.30 Uhr wurde eine Streife der Polizeiinspektion Voitsberg zum Parkplatz eines Einkaufszentrums gerufen. Passanten hatten Anzeige erstattet, nachdem ein Hund offensichtlich seit geraumer Zeit im stark erhitzen Fahrzeug am Parkplatz zurückgelassen worden war.

Polizisten ermittelten den Zulassungsbesitzer und ließen diesen mehrmals im Einkaufszentrum und in einem Baumarkt ausrufen – jedoch ohne Erfolg. Nachdem sich der mittelgroße Mischlingshunde laut Zeugenangaben bereits seit kurz nach 14.00 Uhr bei heißen Temperaturen im Pkw befand, verständigten die Beamten Einsatzkräfte der Feuerwehr Bärnbach.

Im Beisein einer Tierärztin sowie Mitarbeitern eines Tierheims schlugen Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Folge die Seitenscheibe des Pkw ein, um den Hund zu retten. Dieser war zu diesem Zeitpunkt bereits stark geschwächt und wurde sofort tiermedizinisch behandelt. Laut Einschätzung einer Tierärztin befand sich der Hund bereits in einem kritischen Zustand. Ihr zufolge hätte ein längeres Zuwarten mitunter den Tod des Tieres bedeutet. Die später festgestellte Temperatur im Inneren den Pkw betrug zu diesem Zeitpunkt bereits an die 60 Grad Celsius.

Die Fahrzeugbesitzer, eine 40-Jährige und ein 45-Jähriger aus dem Bezirk Voitsberg, kamen nach der Rettung zum geparkten Pkw zurück. Sie zeigten sich keiner Schuld bewusst und gaben an, erst wenige Minuten im Einkaufszentrum verbracht zu haben. Sie werden wegen des Verdachts der Tierquälerei an die Staatsanwaltschaft Graz angezeigt. Auch ein Bericht an das zuständige Veterinäramt folgt.