Eine 38-jährige Freeriderin aus dem Pongau löste am 20. Jänner, kurz vor 11 Uhr, auf dem Osthang des Seekarschneid im Gemeindegebiet von Untertauern ein Schneebrett aus, von dem sie mitgerissen und im Auslauf total verschüttet wurde.

Die Frau war mit zwei Begleitern unterwegs, die sofort die Rettungskette in Gang setzten. Während die beiden Männer mit der Rettung begannen, begaben sich drei Alpinpolizisten, drei Bergretter sowie die Besatzung des Hubschraubers Libelle, die in der Nähe eine Übung durchführten, sofort zum Unfallort. Die zwei Begleiter hatten die Verunfallte mittlerweile geortet und begannen mit den drei Alpinpolizisten, die Kameradin auszugraben.

Nachdem die drei Bergretter vom Hubschrauber am Lawinenkegel abgesetzt worden waren, löste ein 35-jähriger Einheimischer oberhalb der Unfallstelle eine weitere Lawine aus. Diese erfasste die drei Bergretter und verschüttete sie gänzlich. Auch die an der Bergung der 38-Jährigen beteiligten Einsatzkräfte und Begleiter wurden von den Ausläufern der Lawine erfasst, jedoch nicht verschüttet. Die drei Bergretter konnten sich selbständig aus den Schneemassen befreien.

Trotz der kritischen Situation konnte die Frau mit Verletzungen unbestimmten Grades geborgen und mit dem Hubschrauber ins Kardinal Schwarzenberg Klinikum nach Schwarzach geflogen werden. Der 35-jährige Auslöser der Nachlawine wird wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.