Kobenz, Bezirk Murtal. – Bereits am 5. Februar 2021 kam es auf einem Firmenareal zu einer schweren Körperverletzung. Ein Mann wird verdächtigt, seine Ex-Lebensgefährtin absichtlich mit einem Verladebagger angefahren zu haben.

Gegen 18.45 Uhr soll es auf einem Firmenareal bei Verladearbeiten zu dem Vorfall gekommen sein. Ein 51-Jähriger soll seine 54-jährige Ex-Lebensgefährtin (beide aus dem Bezirk Murtal) vorsätzlich mit einem Verladebagger angefahren haben. Die Frau (sie erlitt eine schwere Verletzung am linken Fuß) versuchte mit ihrem Mobiltelefon Polizei und Rettung zu verständigen. Der Mann entriss der Verletzten jedoch das Telefon, verbrachte sie zum Büro der Firma und flüchtete.

Die Verletzte setzte schließlich mittels E-Mail einen „Notruf“ an die Polizei ab. Die Landesleitzentrale (Polizeinotruf) verständigte daraufhin die Einsatzkräfte. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Verdächtigen blieb vorerst jedoch ergebnislos. Polizisten konnten den Flüchtigen zwei Tage später (7.Februar 2021, 22.25 Uhr) an seinem Wohnort festnehmen und in die Justizanstalt Leoben einliefern.

Der Festgenommene, er wurde am 8. Februar 2021 wieder aus der Haft entlassen, ist zum Sachverhalt grundsätzlich geständig. Dass er die Frau absichtlich verletzt haben soll, bestreitet er jedoch. Polizisten nahmen dem 51-Jährigen rechtmäßige in seinem Besitz befindliche Waffen ab und sprachen ein vorläufiges Waffenverbot aus.

Die Staatsanwaltschaft Leoben hat die Ermittlungen wegen absichtlich schwerer Körperverletzung aufgenommen.