Spätestens seit der Flüchtlingswelle 2015 und Angela Merkels „wir schaffen das“, ist die Flüchtlings-Kriminalität ein großes Thema.

Auffallend ist, dass offensichtlich keine sachliche Diskussion möglich ist. Aggressive und radikale Kommentare in Foren, sozialen Netzwerken usw. zeugen davon. Doch gerade deswegen sehen wir uns das Thema sachlich an!

Die einen sind der Meinung, man solle jeden Menschen willkommen heißen und aufnehmen. Die anderen sehen in jedem Flüchtling eine große Gefahr. Was ist nun wahr?

Faktencheck

Im Internet kursieren unzählige Aussagen die oftmals ungeprüft geteilt und kommentiert werden. Meinungen und Ängste werden als Fakten dargestellt und echte Fakten verdreht oder als Lüge abgetan. Darum sehen wir uns nun, häufige Aussagen an.

  • Der Staat hat 2015 versagt
    Ja, das stimmt. Obwohl sich eine Flüchtlingswelle ankündigte, wurden so gut wie keine Vorbereitungen getroffen. Zwar gab es Sitzungen verschiedener Stellen und die Lage wurde laufend neu bewertet, doch weiter geschah nicht viel. Dabei war schnell klar, dass man vor einem riesigen logistischem Problem stehen würde.
  • Tausende Flüchtlinge kamen unregistriert ins Land
    Auch das ist korrekt. Offiziell wird verlautbart, die Massen an Menschen hätten eine Registrierung unmöglich gemacht. Allerdings erklärt das nicht, warum man über Monate keine Lösung dafür fand.
  • Die Flüchtlinge stehlen unsere Arbeitsplätze
    Menschen die zumeist kein Deutsch sprechen, oft relativ ungebildet sind und nicht einmal wissen, ob sie überhaupt in unserem Land arbeiten dürfen, sind also eine Gefahr für unsere Arbeitssuchenden? Wie sinnfrei diese Angst ist, liegt auf der Hand!
  • Die Flüchtlinge sind Schuld, dass es zu wenig Geld für Schulen usw. gibt
    Falsch! Zwar ist es richtig, dass unsere Politik zu wenig Geld für wirklich wichtige Dinge locker macht. Aber das war auch vor der großen Flüchtlingswelle 2015 schon so.
    Und nicht vergessen, für alles mögliche (und unmögliche) wird Geld ausgegeben. Mal eben 1,8 Millionen Euro für ein Kunstprojekt in Peuerbach, 400.000 Euro für ein neues Krankenkassen-Logo, knapp 900.000 Euro für einen EU-Gipfel… Alles kein Problem bei uns in Österreich. Nur für das Gesundheitswesen, Bildung und Co, fehlt das Geld!
  • Es wird zu wenig gegen kriminelle Flüchtlinge unternommen
    Man liest tatsächlich immer wieder von Straftaten durch Flüchtlinge, die bereits zuvor straffällig wurden oder sich gar nicht mehr in Österreich aufhalten durften. Die Taten reichen vom einfachen Diebstahl bis hin zu Mord.
    Das die Bevölkerung darauf wütend reagiert, ist verständlich. Aber der Zorn muss die richtigen treffen. Es gibt klare Gesetze, diese durchzusetzen ist Sache der Justiz!

    Fakt ist, in den ersten 8 Monaten 2019, gab es 5547 Asylaberkennungsverfahren.
    Etwa 1/3 aufgrund Straffälligkeit! Wobei auch erwähnt werden muss, dass ein Aberkennungsverfahren noch nicht die tatsächliche Aberkennung bedeutet!

Fazit

Es gibt große Probleme. Und so zu tun als hätten wir keine, ist keine Lösung.
Bis heute ist nicht einmal klar, wie viele Personen über unsere Grenzen kamen und kommen. Die Schlepper verdienen nach wie vor fürstlich. Aber es war absolut richtig, hilfesuchende Personen aufzunehmen!

Allerdings hat unser Staat dabei gründlich versagt und damit nicht nur die eigene Bevölkerung in Gefahr gebracht, sondern auch unschuldige Flüchtlinge, die mit den kriminellen in einen Topf geworfen werden.

Radikale Rechte spielen mit der Angst und nutzen diese geschickt, ohne selbst eine menschliche und umsetzbare Lösung anzubieten. Der Hass ist Programm.
Die radikalen Linken wiederum nutzen die Gelegenheit, die Nazikeule zu schwingen. Wer Bedenken und berechtigte Kritik äußert, ist ein Nazi und fertig.
Ein vernünftiger, zivilisierter Dialog findet seltenst statt, Stammtischparolen sind an der Tagesordnung. Eine beschämende Situation für unser Land!

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