Anonymisierte Daten des Mobilfunkanbieters A1 sollen zeigen, dass sich die Österreicher in vielen Gegenden weniger strikt an die Ausgangssperre halten als noch beim ersten Lockdown. So berichten es zumindest verschiedene Medien. So schreibt z.B. „Heute“:

Im aktuellen Lockdown werden die Österreicher angehalten, nur in Ausnahmefällen außer Haus zu gehen. Offenbar halten sich aber rechte wenige daran.

Quelle: https://www.heute.at

Das klingt, als würden sich Herr und Frau Österreicher einfach nicht an die Verordnung halten. ,,Dutzende Regionen“ werden sogar als ,,Coronasünder“ bezeichnet. Ganz so einfach ist es allerdings nicht!

Zuerst einmal gibt es die bereits oft genug zitierten Ausnahmen. Wenn sogar der Gesundheitsminister meint, Bewegung an der frischen Luft wäre gesund und wichtig, kann es ja wohl nicht so falsch sein. Im Vergleich zum ersten Lockdown hat sich allerdings auch einiges verändert.

Die Wirtschaft hat reagiert

Gab es beim ersten Lockdown noch recht viel Verunsicherung, hatten die meisten Betriebe nun eine Vorstellung davon, was auf sie zukommen würde. Handelsbetriebe nutzen die Zeit um sich auf den Ansturm an den ersten Wiedereröffnungstagen vorzubereiten, anstatt die Angestellten in Kurzarbeit oder Urlaub zu schicken. Waffenhändler und Reisebüros – den Sinn dahinter wollen wir an dieser Stelle nicht hinterfragen – dürfen sogar weiter offen haben. Frisöre z.B. dürfen mobil arbeiten. Firmenkunden dürfen weiterhin in den Baumärkten einkaufen.

Andere Betriebe nutzen die Zeit für Umbauten, Renovierungen oder nötige Reparaturen. Viele Handwerksbetriebe sind aktuell gut ausgelastet.
Selbstverständlich sind alleine dadurch viele Menschen unterwegs. Sogenannte systemrelevante Berufsgruppen wie der Pflegebereich sind da noch nicht eingerechnet.

Weitere Gründe

Das alleine erklärt die „Bewegungsfreudigkeit“ der Österreicher noch nicht. Einige haben vielleicht einfach nur die Nase voll vom „eingesperrt sein“.
Oder sie arbeiten im Home-Office und es fällt ihnen die Decke auf den Kopf.

Auch das milde Wetter trägt sicher dazu bei, dass viele Menschen spazieren gehen. Mit entsprechend Abstand zu anderen Personen, spricht auch gar nichts dagegen. Die Gefahr sich draußen anzustecken ist ja um einiges geringer als in geschlossenen Räumen!

Fazit

Ohne genauere Daten und Zusammenhänge, sind oben genannte Aussagen wert- und sinnlos. Aber wie sieht es eigentlich bei den „Heute“-Reportern aus? Sitzen die alle brav den ganzen Tag zu Hause?

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