Schon lange heißt der Black Friday nicht mehr nur so. Aus rechtlichen Gründen, die Bezeichnung ist in einigen Ländern nämlich geschützt, nutzen viele Händler eigene Begriffe. Dann gibt es da noch Lagerabverkäufe, Sommerschlussverkauf und wie sie nicht alle heißen.

Nur eines ist immer gleich, als Kunde erwartet man sich tolle Schnäppchen. Und die Händler wissen das. Also wird geworben was das Zeug hält.
Doch oft genug entpuppt sich das vermeintliche Angebot als Mogelpackung!

Wie auch immer es genannt wird. Es geht nur um den Umsatz, also ums Geld. Dadurch warten auf potentielle Kunden so manche Tricks und Fallen. Bis hin zur Abzocke ohne je Ware zu erhalten!

Im besten Fall ergattert man tatsächlich ein Schnäppchen, doch oft ist der Black Friday einfach nur verdammt gutes Marketing. Und die ach so tollen Angebote sind bei näherer Betrachtung gar nicht mehr so gut wie sie im ersten Moment scheinen.

Vorsicht Falle

Mondpreise

Bis zu 70% Rabatt. Das klingt zu gut um wahr zu sein und ist es meistens auch. Denn der Rabatt wird vom angeblichen Listenpreis berechnet. Und das geht so:
Ein Artikel wird z.B. regulär um 100 Euro verkauft. Im Angebotszeitraum wird er um 90 Euro verkauft. Also mit 10% Rabatt. Geworben wird jedoch mit 50% Rabatt. Und zwar ganz legal!

Im Kleingedruckten steht auch warum. Denn man rechnet die 50% einfach vom „unverbindlichen Hersteller-Listenpreis“ herunter. Das ist der Preis, um den das Produkt laut Hersteller verkauft werden sollte. Und umso höher dieser Betrag angesetzt ist, desto besser schaut der Rabatt natürlich aus. In unserem Beispiel wäre der Listenpreis also 180 Euro gewesen und 50% Rabatt davon, sind die genannten 90 Euro.

Das dieses Produkt niemals um den Listenpreis verkauft wurde, spielt dabei keine Rolle. Es geht jedoch noch dreister. Denn oftmals werden angebliche Listenpreise aufgeführt, die es nie gab. Denn kein Hersteller muss einen empfohlenen Verkaufspreis angeben.

Druck

Um Kunden zum Kauf zu bewegen, werden unterschiedliche Tricks angewendet. 3 davon sind besonders weit verbreitet.

  • Es werden besonders hohe Rabatte versprochen.
  • Angebote sind (scheinbar) nur sehr kurz gültig.
  • Preisreduzierte Artikel sind nur in geringer Stückzahl erhältlich.

Manche Händler gehen sogar soweit, die angeblich noch verfügbare Stückzahl von Produkten anzuzeigen. Die Zahl sinkt natürlich ständig, man soll Angst bekommen nichts mehr zu erhalten, wenn man zu lange mit dem Kauf wartet. Hat man ein zweites Gerät zur Hand mit dem man die gleiche Webseite aufruft wird man sein kleines Wunder erleben. Der Zähler beginnt – welch Überraschung – wieder weit oben. Bei schlecht gemachten Internetseiten reicht es sogar, die Seite zu aktualisieren!

Fakeshops

Vorsicht bei relativ neuen Online-Shops die mit hohen Rabatten locken. Vor allem, wenn nur mit Vorkasse bezahlt werden kann! Denn gerade zu speziellen Anlässen wachsen Fakeshops wie Unkraut aus dem Boden und ziehen arglose Kunden über den Tisch.

Als Faustregel gilt: Scheint ein Angebot zu gut um wahr zu sein, ist es das in der Regel auch!

Fakten

Tatsächlich ist es so, dass sich die Preisnachlässe zum Black Friday sehr in Grenzen halten.
Das Preisvergleichsportal Idealo hat sich letztes Jahr mehr als 2.500 Produkte angesehen und die Preisentwicklung beobachtet.
Etwa 75% der Artikel war demnach am Aktionstag günstiger als in den Wochen davor, jedoch durchschnittlich nur um etwa 6 Prozent.

Hohe Rabatte gibt es oftmals bei Ladenhütern. Wer zufällig so ein Produkt sucht, kann also wirklich ein Schnäppchen ergattern.

Tipps

  • Lassen Sie sich nicht künstlich unter Druck setzen. Am besten überlegt man bereits im Vorfeld, welche Produkte man kaufen möchte und sucht dann gezielt danach.
  • Vergleichen Sie die Preise für ein Produkt bereits längere Zeit vor dem Black Friday. So lassen sich vorgetäuschte Aktionen einfach erkennen.
  • Vergleichen Sie vor dem Kauf die Preise auf verschiedenen Seiten bzw. Geschäften.