Rücksichtslose Raser und betrunkene Autofahrer sind leider keine Seltenheit. Und auch Parkschäden mit anschließender Fahrerflucht sind keine Seltenheit. Und in den meisten Fällen bleibt man auf den Kosten sitzen.

Oftmals könnte eine Autokamera, eine sogenannte Dashcam, wertvolle Informationen liefern. Doch unser Gesetzgeber scheint kein Interesse an der Aufklärung von Unfällen und Straftaten zu haben. Denn der Einsatz von solchen Kameras ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Dabei profitiert auch die Polizei davon!

Insbesondere nach schweren Unfällen oder Verbrechen, können Videoaufnahmen wichtige Hinweise liefern. Immer wieder bittet die Polizei Zeugen, Videos zur Verfügung zu stellen. Falls man hilfreiche Dashcam-Aufnahmen hat, befindet man sich in einer schwierigen Lage. Denn wurden diese unrechtmäßig angefertigt, muss man für seine Hilfsbereitschaft auch noch mit einer Strafe rechnen!

Rechtslage Österreich

In Österreich sind Kauf und Besitz (Stand 11/2020) ausdrücklich erlaubt. Die durchgehende Aufnahme ist verboten, sogenannte Anlass bezogene Aufnahmen sind jedoch erlaubt! Man muss also einen guten Grund haben, die Aufnahme zu starten.

Mögliche Situationen wären z.B.:

  • rein private Aufnahme
  • offensichtlich gefährliches Verhalten anderer
  • Aufnahme um die eigene Unschuld zu beweisen (z.B. Verkehrsunfall)

Die aktuelle rechtliche Lage erschwert leider, die Beweissicherung und Aufklärung von Vorfällen enorm. Denn natürlich hat man oft keine Zeit, die Aufnahme rechtzeitig zu starten. Woher soll man denn auch wissen, ob hinter der nächsten Kurve ein Unfall passieren wird?

Und man darf – man glaubt es kaum – keine Aufnahmen anfertigen um eine Straftat zu beweisen! Denn das verstößt gegen das Recht auf Schutz von personenbezogenen Daten. Man muss also mit einer Strafe rechnen, wenn man die Aufnahmen an die Polizei weiterleitet.

Der Täterschutz wird in Österreich sehr ernst genommen!

Datenschutz

Wer Aufnahmen aus Dashcams veröffentlicht, muss Kennzeichen und Personen unkenntlich machen. Die Rechte am eigenen Bild sind klar geregelt und spätestens seit der DSGVO hat jeder schon von Datenschutz gehört und gelesen.

Der Irrsinn hinter dem Verbot von durchgehenden Dashcam-Aufnahmen sollte jedem klar sein, der nur 1x durch eine Stadt ging. An jeder Ecke und in den meisten öffentlichen Gebäuden hängen Kameras. Öffentliche Verkehrsmittel, Bahnhöfe, Banken… alles wird gut überwacht. Beinahe jeder hat ein Handy mit Kamera dabei. Doch Dashcams sind offensichtlich ein Problem!? Für uns ist das eine klare Ausrede und kein Datenschutz!

Wir fordern

Die EU wandelt unsere neu zugelassenen Fahrzeuge in fahrende Abhörgeräte um. Das ist bereits beschlossene Sache. Schritt für Schritt nähern wir uns dem Überwachungsstaat. Nur Autokameras scheinen ein Risiko für den Datenschutz zu sein. Lächerlicher geht es kaum!

Jeder Mensch muss das Recht haben, sein Eigentum zu schützen! Dashcams können dazu einen guten Beitrag leisten. Darum fordern wir die Gesetzgebung auf, endlich zu reagieren und Dashcams für den durchgehenden Betrieb zuzulassen! Außerdem sollten die Aufnahmen ohne Einschränkung in Verfahren verwendet werden dürfen.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Unschuldige Unfallopfer bleiben nicht auf den Kosten sitzen, Straftäter können verurteilt werden und oft ungeklärte Unfallursachen aufgeklärt werden.

Geräte

Wer sich eine Dashcam zulegen will, wird schnell merken, dass es viele verschiedene Hersteller und Modelle gibt. Wir empfehlen Geräte zu kaufen, die zumindest eine Full HD Kamera besitzen und über GPS verfügen! Wir selbst haben uns für die Nextbase Duo HD entschieden.

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