Die Zahlen sind erschreckend. Über 57 Millionen Krankheitsfälle gibt es weltweit. Mehr als 1,3 Millionen Tote hat das Corona Virus bereits gefordert. Doch vielleicht brauchen wir genau so einen brutalen Weckruf um endlich aufzuwachen!

Die Covid-19 Krise ist noch lange nicht ausgestanden, aber wir können vieles für die Zukunft lernen. Und bei der nächsten Krise (hoffentlich) besser machen!

Abhängigkeiten

Wie viel von dem was wir besitzen, wurde zu 100% in dem Land hergestellt, in dem wir leben? Nicht nur Smartphones und andere Elektronikgeräte kommen meistens aus dem Ausland, auch Dinge die man täglich nutzt und braucht. Der Grund dafür ist ganz einfach. Die Herstellung von Artikeln ist in Österreich und Deutschland zumeist viel teurer als z.B. in Fernost. Wie sollte man sonst T-Shirts um 2 Euro kaufen können?

Doch genau hier liegt auch eines unserer größten Probleme. Wir sind extrem abhängig von Importen!
Medikamente, Lebensmittel und viele weitere Produkte, haben meistens einen langen Weg hinter sich, bevor sie bei uns gekauft werden können. Bleibt der Nachschub aus – wie nun wegen dem Corona Virus – können viele Produkte nicht mal eben im eigenen Land produziert werden.

Oftmals sind die nötigen Maschinen dafür gar nicht vorhanden. Eine Produktionskette aufzubauen dauert natürlich auch einige Zeit. Sofern man die nötigen Geräte und Materialien überhaupt bekommt.

Insbesondere kritische Waren wie Medikamente müssten vorrangig national hergestellt werden!

Krisenvorsorge

Hamsterkäufe gibt es in allen vom Virus betroffenen Ländern. Fotos leerer Regale häufen sich. Behörden und Händler betonen trotzdem laufend, es gäbe keine Engpässe.

Foto: MSK News

Für diese panikartigen Einkäufe gibt es 2 Hauptgründe. Zum einen ist es sicher auch die Angst der Kunden, später nichts mehr zu bekommen. Vor allem ist es aber das fehlende Bewusstsein zahlreicher Konsumenten, für die Krisenvorsorge.

Auf die Idee, dass die Geschäfte einmal nicht öffnen könnten, kommen die meisten gar nicht. Unsere spontane Umfrage ergab ein erschreckendes Ergebnis. Kühlschrank und Küchenschränke enthalten oft gerade so viel, dass man bis zum nächsten Einkauf auskommt. Auch in unserem Bekanntenkreis kaufen viele immer nur für 1-2 Tage im vorhinein ein. Nicht wenige gehen sogar täglich einkaufen.

Als die Bundesregierung beschloss, die meisten Geschäfte vorübergehend zu schließen, gab es natürlich auch einen gewissen Ansturm auf den Lebensmittelhandel. Allerdings – man will es kaum glauben – wurden auch Elektronik- und Baumärkte leer gekauft. Gartenerde, Klopapier und ähnliches standen bei vielen ganz oben auf der Einkaufsliste. Es gibt sicher Experten die genau erklären können, warum das so ist…

Einen Vorrat an Lebensmittel für zumindest 14 Tage (pro Person), sollte jeder zu Hause haben! Dazu die wichtigsten Medikamente und ggf. Tierfutter.

Video: MSK News

Krisenpläne

Die Krisenvorsorge umfasst auch Pläne für den Notfall. Natürlich betrifft das auch große Firmen.
Es hat sich gezeigt, dass auch Konzerne in dieser Krise keine gute Figur machten. Mitarbeiter des Einzelhandels wurden teils spät bis gar nicht informiert. Personen im Urlaub oder Krankenstand nicht verständigt. Notdürftig stimmten sich Vorgesetzte über WhatsApp mit ihren Mitarbeitern ab, übermittelten Verhaltensvorgaben und Dienstpläne spät und behelfsmäßig. Und das sind nur einige Beispiele aus der Realität.

Selbst grundsätzliche Fragen können viele nicht beantworten:

  • Wie erreiche ich Familienangehörige im Notfall?
  • Wie koche ich, wenn der Strom ausfällt?
  • Was wenn die Wasserversorgung zusammenbricht?
  • Bin ich auf Verdienstausfall usw. versichert?

Jeder einzelne sollte die Zeit nutzen, um sich für zukünftige Krisen zu wappnen. Denn die nächste Krise kommt bestimmt!

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