Aus Sicht des Corona Virus läuft alles perfekt. Denn zu den vielen vernünftigen Menschen gesellen sich immer wieder Egoisten, die alles nur für reine Hysterie halten und sich an keine Regeln gebunden fühlen.

Zugegeben, so manche Einschränkung nervt! Man sitzt ständig zu Hause, fühlt sich trotz bekannter Ausnahmen mit der Zeit beinahe wie ein Gefangener in den eigenen vier Wänden. Doch genau damit helfen wir alle mit, die Infektionskette zu unterbrechen. Und es gibt wohl schlimmeres. Dank Internet und Smartphone kann man problemlos den Kontakt zu Freunden und Familie aufrecht halten. Außerdem darf man weiterhin einkaufen und spazieren gehen.

Shopping über alles

So weitreichend die Maßnahmen auch sind, auf Dauer kann man sie nicht aufrechterhalten. Das würden weder die Menschen noch die Wirtschaft aushalten. Gewisse Freiheiten müssen ebenso sein. Und so hat sich die Regierung dazu entschieden, einen Teil der Geschäfte offen zu lassen.

Baumärkte, Schuhläden, Textilgeschäfte und einige mehr, müssen jedoch ab morgen geschlossen bleiben. Das scheint für viele Kunden so furchtbar schlimm zu sein, dass die Geschäfte regelrecht gestürmt werden. Es wird kaum Abstand zu einander gehalten, besonders bei Aktionsartikeln und an den Kassen stehen die Leute dicht an dicht.

All das hatten wir schon einmal im Frühjahr dieses Jahres. Gelernt haben einige offensichtlich nichts daraus.

Rückblick

Etwas mehr als 1 Woche hatten die Baumärkte im April wieder geöffnet. Und schon am ersten Tag waren sich die meisten Angestellten, mit denen wir sprachen, einig. Die Fallzahlen würden wieder steigen. Denn Rücksichtnahme und richtiges Verhalten haben gegen den Drang, endlich wieder in den nächsten Baumarkt stürmen zu können, keine Chance.

Foto: MSK News

Die Parkplätze waren und sind allerorts gut gefüllt. An den Eingängen geht es zumeist noch recht gesittet zu. Es wird ausreichend Abstand zu einander gehalten und fast jeder benutzt eine Schutzmaske. Doch kaum ist der Markt betreten, kommt der Jagdtrieb durch.

Immer und immer wieder müssen Kunden ermahnt werden, den Abstand zum Personal einzuhalten. Nicht wenige reagieren darauf beleidigt. Man hat sich offenbar noch immer nicht daran gewöhnt, Abstand zu einander zu halten und bestimmte Angewohnheiten zu ändern. Auch kann oft beobachtet werden, dass jemand einem Mitarbeiter etwas auf dem Smartphone-Display zeigen möchte und ihm dabei zu nahe kommt.

Man sieht aber auch die Shopping-Rambos die es immer schon gab. Mitarbeiter werden bestürmt, jeder möchte der erste sein und bloß nicht als 2. drankommen. Man könnte ja ein paar Sekunden Zeit verlieren. Manchmal muss man halt einfach Prioritäten setzen…

Konsequenzen

Die Gastronomie musste bereits wieder schließen. Die meisten Geschäfte folgen morgen. Auch der Unterricht leidet wieder, die Eltern sind frustriert. Die Tourismusbranche gehört natürlich ebenfalls zu den großen Verlierern. Doch Schuld sind immer die anderen.

Österreich könnte das schlimmste schon hinter sich haben. Dafür hätten wir jedoch alle gemeinsam an einem Strang ziehen müssen. Stattdessen wurden Partys gefeiert, in Urlaub geflogen und verharmlost. Unser aller Verhalten kann zu einer positiven wie negativen Entwicklung beitragen. Das scheint vielen aber nicht klar zu sein. Und so wird weiter hemmungslos eingekauft und alles um sich vergessen.

Das Erwachen könnte ein böses werden. Im schlimmsten Fall mit vielen Toten und unabsehbar langen Einschränkungen für uns alle! Ob es das wert ist?

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