Mit den ersten Meldungen über die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19, starteten auch die Diskussionen. Manche wollten sich schnellstmöglich impfen lassen und hatten Angst, keine Dosis abzubekommen. Andere fürchteten sich vielmehr vor einer allgemeinen Impfpflicht und möglichen Folgeschäden.

Mit Stand heute sind Impfungen mehrerer Pharmaunternehmen verfügbar, Russland hat bereits mit der Verabreichung begonnen, die USA wollen noch diese Woche nachziehen. Eine generelle Impfpflicht ist uns bisher in keinem Land bekannt, in Österreich wird jedoch lebhaft übr eine Impfpflicht für bestimmte Personengruppen diskutiert. So will das Bundesland Salzburg zukünftig nur noch Personal in Spitälern und Altenheimen anstellen, welches gegen Corona geimpft ist.

Wir werden in diesem Artikel weder eine Empfehlung für noch gegen eine Corona Impfung geben, sondern präsentieren lediglich Fakten!

Sicherheit und Wirksamkeit

Der Hersteller AstraZeneca hat es so richtig vergeigt, anders kann man es einfach nicht sagen. Der Impfstoff „AZD1222“ sollte zu 70% wirksam sein. Oder 62%? Oder halt, vielleicht doch zu 90%? Und scheinbar sollte die Impfung bei halber Dosierung wirksamer sein als bei voller. Doch kürzen wir das Drama ab…
Es wurden Studien mit unterschiedlichen Personengruppen durchgeführt und dann rechnerisch kombiniert. Die Teilnehmer der Studien hatten auch unterschiedliche Dosierungen des Wirkstoffs erhalten. Das passierte unabsichtlich, wurde aber bei einer PR Präsentation so dargestellt, als wäre es Absicht gewesen. Das Vertrauen in Hersteller und Impfstoff war damit dahin.

Natürlich werden Impfpräparate streng getestet, allerdings wurden die Corona-Impfungen mit besonderer Eile entwickelt. Daher gibt es natürlich keine Langzeitstudien. Des weiteren wurden keine klinischen Studien mit Kindern, Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem durchgeführt. Somit dürfen diese Personengruppen nicht geimpft werden.

Die Impfstoffhersteller geben für ihre Präparate unterschiedliche Wirksamkeits-Daten an. Der russische Impfstoff „Sputnik V“ soll eine Wirksamkeit von 92% aufweisen. BioNTech und Pfizer gaben sogar 95 % an.

Nebenwirkungen

Eine Impfung ist ein Eingriff ins Immunsystem, dieses kann dadurch überreagieren. Nebenwirkungen können also auftreten und sind gar nicht selten.

Biontech/Pfizer und Moderna geben an, dass es bisher bei keinem Probanden zu ernsten Nebenwirkungen gekommen sein soll. Einige Personen sollen jedoch an geröteten Einstichstellen, Müdigkeit und Kopfschmerzen gelitten haben. Das klingt wirklich nicht dramatisch wenn man bedenkt, dass man dafür mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vor einer gefährlichen Krankheit geschützt ist. Doch darf man nicht vergessen, dass der Impfstoff lediglich an einigen Tausend Personen getestet wurde!

Die FDA (U.S. Food and Drug Administration) berichtet übrigens von geschwollenen und geröteten Einstichstellen bei 84% der Testpersonen! Viele Personen litten auch an vorübergehendem Schüttelfrost und Muskelschmerzen. Die Wahrscheinlichkeit nach der Impfung an Nebenwirkungen zu leiden, ist also relativ hoch. Selten aber doch kommt es zu schweren Auswirkungen wie z.B. Gesichtslähmungen die auch länger anhalten können.

Offene Fragen

Aktuell gibt es noch viele offene Fragen. So ist z.B. völlig unklar, ob eine geimpfte Person das Virus an andere weitergeben kann. Auch wie lange eine Impfung wirksam bleibt ist noch nicht geklärt. Es fehlen ganz einfach die notwendigen Daten um dies beurteilen zu können.

Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man sich impfen lässt oder lieber das Risiko eingeht, an Corona zu erkranken. Jedenfalls sollte man diese Entscheidung nicht leichtfertig treffen!

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