Die Deutschen gelten als besonders gründlich um nicht zu sagen penibel. Wen wundert es da, dass es selbst für das Buchstabieren eine eigene DIN-Norm gibt. Genauer gesagt DIN 5009.

Damit wird geregelt, welches Wort für das Diktat eines Buchstabens genutzt werden soll. N wie Nordpol um ein Beispiel zu nennen. Die österreichische Version der Buchstabiertafel ist übrigens sehr ähnlich und ebenfalls genau geregelt (ÖNORM A 1081).

Was wohl nur die wenigsten wissen: die Buchstabiertafel wurde 1934 von den Nazis abgeändert, jüdisch klingende Namen wurden ersetzt. Übergangsweise soll, in Deutschland, bis 2022 wieder die alte Buchstabiertafel aus der Weimarer Zeit gelten. Danach soll die Tafel generell überarbeitet werden.

Natürlich bleibt aber abzuwarten, wie lange es dauern wird, bis sich die neuen Buchstabierwörter im täglichen Gebrauch durchsetzen. Im offiziellen Bereich, also bei Behörden und Ämtern, lässt sich eine Änderung schnell erreichen. Im privaten könnte es durchaus Generationen dauern. Das beste Beispiel ist hier wohl die (gar nicht mehr so) neue Rechtschreibung. Sie wurde 1996 eingeführt und sorgt, auch dank weiterer Anpassungen, bis heute für gewisse Unsicherheiten.

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