Am 02.02.2021 gegen 16:45 Uhr wurden Polizisten der Polizeiinspektion Wien Mitte in die Fasangasse in Wien-Landstraße zu einer dortigen Straßenbahn beordert. Als Grund wurde eine Bedrohung mit einem Messer in der betreffenden Straßenbahn angegeben.

Die Polizisten trafen auf drei sichtlich aufgebrachte Jugendliche (15-17 Jahre alt). Sie standen unmittelbar neben einer, mit eingeschalteter Warnblinkanlage abgestellten, Straßenbahn. Die drei berichteten von einem Mann, der sie ohne ersichtlichen Grund in der Straßenbahn angepöbelt und sie mit dem Umbringen bedroht haben soll. Er habe gedroht sie mit einem Messer abzustechen.
Da sie angaben, der Beschuldigte sei in eine andere Straßenbahn umgestiegen, wurde eine Fahndung eingeleitet.

Rasch konnte die betreffende Straßenbahn ausfindig gemacht und angehalten werden. Der Mann, auf den die Beschreibung der Jugendlichen eindeutig passte, wurde mit gezogener Dienstpistole aufgefordert, seine Hände zu zeigen und aus der Straßenbahn auszusteigen. Dem leistete er Folge. Er wurde fixiert und einer Personsdurchsuchung unterzogen, ein Messer konnte jedoch nicht aufgefunden werden.

Der mutmaßliche Täter, ein 42-jähriger deutscher Staatsangehöriger, wurde zur Einvernahme auf eine Polizeiinspektion gebracht. Er bestritt nicht, eine Auseinandersetzung mit den Jugendlichen gehabt zu haben, von einer Bedrohung wollte er jedoch nichts wissen. Eine Alkotest bei dem Mann ergab rund 1,28 ‰. Er wurde wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung auf freiem Fuß angezeigt. Darüber hinaus wurde er nach dem COVD-19-Bestimmungen angezeigt. Bei der Einvernahme nahm er trotz mehrmaliger Ermahnung immer wieder seinen Mund-Nasenschutz ab.

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