Die Linzer Polizei konnte am 25. August 2021 gegen 9:20 Uhr an der Kreuzung Elisabethstraße-Museumstraße Richtung Untere Donaulände beobachten, wie bei der dortigen Ampel ein Fahrschulauto trotz Gelblicht nach links in die Museumstraße abbog.

Um dem neuen Fahrschüler diesen Umstand mitzuteilen wurde versucht, das Fahrschulauto anzuhalten. Trotz Blaulicht und Aufblenden der Scheinwerfer hielten der 16-jährige Fahrschüler und sein 46-jähriger Fahrschullehrer nicht an.

Bei der Museumstraße musste das Fahrschulauto bei Rotlicht anhalten. Die Polizei versuchte den Fahrlehrer zum Öffnen des Fensters zu bewegen, dem er erst nach mehrmaliger Aufforderung nachkam. Der 46-Jährige brüllte dabei den Polizisten an und äußerte in aggressiver Weise bestimmt nicht stehen zu bleiben und was er den wolle.

Fahrschüler durfte nicht anhalten

Nachdem die Ampel auf grün geschaltet hatte fuhr der Fahrschüler im Fahrschulauto weiter. Mehrfach wurde versucht das Fahrzeug zum Anhalten zu bewegen, welches letztendlich nur durch Überholen und quer stellen des Funkwagens im Bereich der Humboldtstraße möglich war. Gemeinsam mit einer unterstützenden Streife konnte der renitente Fahrschullehrer zuerst mehrfach abgemahnt und letztendlich aus dem Fahrzeug gebracht werden. Dabei verhielt er sich durchgehend unkooperativ, äußerst aggressiv und beschimpfte die Polizisten. Nachdem er sich nicht auswies und sein aggressives Verhalten ebenfalls nicht einstellte wurde er kurzzeitig festgenommen. In seinem Rucksack konnte letztendlich ein Ausweis und somit seine Identität geklärt werden.

Der 16-Jährige war mit der Situation ersichtlich überfordert und gab an, vom Fahrschullehrer beauftragt worden zu sein nicht stehen bleiben zu dürfen und weiter zu fahren. Da er von der aggressiven Art des Fahrlehrers eingeschüchtert war fuhr er weiter und entschuldigte sich für das Nichtanhalten. Aufgrund des Erregungszustandes des 46-Jährigen wurde der Schlüssel vorläufig abgenommen und eine Weiterfahrt untersagt. Er wird mehrfach angezeigt.