Nachdem am Polizeinotruf gemeldet wurde, dass eine Frau von ihrem Balkon Schüsse aus einer Waffe abgegeben haben soll, begaben sich mehrere Polizeikräfte, unter anderem auch die Sondereinheit WEGA, an die genannten Einsatzadresse.

Bei deren eintreffen befand sich die Frau bereits wieder in ihrer Wohnung. WEGA Beamte sicherten den Bereich vor der Wohnungstüre ab, gaben sich lautstark als Polizisten zu erkennen und forderten die Person in der Wohnung auf, die Türe zu öffnen.

Plötzlich öffnete sich die Türe einen kleinen Spalt und ein Revolver kam zum Vorschein. Nach mehrmaliger Aufforderung die Waffe fallen zu lassen, gab ein Beamter einen Schuss von seiner Dienstwaffe ab, wobei sich in diesem Moment die Person mit der Waffe wieder zurückzog und die Türe verschloss.

Aufgrund der Sachlage wurde die Wohnung geöffnet. In der Wohnung konnte eine 85-jährige österreichische Staatsbürgerin sowie ein auf die Frau zugelassener Revolver wahrgenommen werden. Die Frau wurde vorläufig festgenommen. Bei einer Einvernahme zeigte sie sich zu den Vorwürfen teilweise geständig. Gegen die 85-Jährige wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, der Revolver, Munition sowie ihr waffenrechtliches Dokument wurden vorläufig abgenommen.

Im Zuge der Erhebungen gab ein Nachbar an, dass er am Vortag von der Frau mit einer Schusswaffe bedroht worden sein soll. Diesbezüglich wurde die Frau nachträglich angezeigt.
Bei dem Polizeieinsatz wurde die 85-Jährige nicht verletzt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde sie auf freiem Fuß angezeigt.